+
Viele Autos parken in der Bucher Schmiedberg-Siedlung. Durch die zusä tzlichen Fahrzeuge der Wohngemeinschaft haben sich die Sichtverhältnisse für die Pfarranger-Anwohner (in der Mitte der Straße) weiter verschlechtert. 

Debatte im Gemeinderat

Buch am Buchrain: Siedlungsstraßen zugeparkt, Anwohner genervt

Der Parkplatzbedarf der ungenehmigten Wohngemeinschaft (WG) an der Hauptstraße lässt die Gemeinde Buch nicht zur Ruhe kommen. Der Unmut der Anwohner steigt.

Buch am Buchrain– Nun deuten sich auch in der nächsten betroffenen Straße erste Bürgerproteste an, wie im Gemeinderat zu erfahren war. Auch am Schmiedberg und Pfarranger rumort es.

Seit bald einem Jahr beschäftigt das Thema die Kommune. Wie mehrfach berichtet, handelt es sich bei dem Anwesen ursprünglich um ein Zweifamilienhaus, das bislang ungenehmigt als Wohngemeinschaft für viel mehr Personen genutzt wird. Die Liste der Standorte, an denen die Stellplatz-Situation bereits eskaliert ist und die Paketzusteller nicht mehr parken dürfen, verlängert sich stetig: bei der VR-Bank, bei Friseur und Bäcker, am Pfarrheim sowie seit kurzem an der Erdinger Straße.

Seit Ende April besteht an der Straße Richtung Walpertskirchen absolutes Halteverbot, da Anwohner wegen der parkenden Fahrzeuge kaum mehr gefahrlos von ihren Grundstücken ausfahren konnten (wir berichteten). Dann wichen die Fahrzeuge der WG auf den Schmiedberg aus. Inzwischen herrscht auch dort Unmut darüber. Robert Ulzhöfer (SPD), selbst Anwohner der Schmiedberg-Siedlung, berichtete im Gemeinderat von Nachbarn des Pfarrangers, die ihre Straße nur unter sehr schlechten Sichtbedingungen verlassen könnten, wenn links und rechts die komplette Straßenreihe voll geparkt sei.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) hatte auf Ulzhöfers Frage noch keine Antwort, ob der lange angekündigte Gebäudetermin des Landratsamtes an der Hauptstraße inzwischen erfolgt ist. Das unkooperative Verhalten der Bewohner und des Hausbesitzers im vergangenen Jahr ärgert Geisberger, der selbst am Pfarranger wohnt, noch immer. Er gab zu, dass die Sicht beim Ausfahren auf den Schmiedberg wirklich häufig schlecht sei. „Aber mir ist es dort immer noch lieber als auf der Erdinger Straße“, sagte er.

Er würde eine feste Ausweisung der erlaubten Stellplätze begrüßen und hat bereits wegen der Bodenmarkierung nachgefragt. Dies befürwortete auch Matthias Steutzger (parteifrei). Er regte an, die Parkplatz-Ausweisung mit dem Antrag von Axel Krämer (CSU) zu kombinieren. Dieser hatte in der März-Sitzung den Wunsch geäußert, sich über verkehrsberuhigende Maßnahmen am Schmiedberg Gedanken zu machen. MARKUS OSTERMAIER

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Appell an Bürger: Beachtet die Corona-Regeln!
Das Wochenende soll heiß werden. Viele Erdinger wird es zum Kronthaler Weiher ziehen. Die Erdinger SPD bittet darum, die Abstandsregeln einzuhalten.
Appell an Bürger: Beachtet die Corona-Regeln!
Flughafen München: Schock bei Zollkontrolle - Frau reist mit totem Ehemann im Koffer
Weil sie Teile der Überreste ihres verstorbenen Ehemanns in einem Koffer transportierte, verursachte eine Passagierin am Münchner Flughafen einen großen Aufruhr.
Flughafen München: Schock bei Zollkontrolle - Frau reist mit totem Ehemann im Koffer
Deutsche Glasfaser in Langenpreising?
Kommt die Deutsche Glasfaser jetzt auch nach Langenpreising? Das Unternehmen hat sich im Gemeinderat vorgestellt.
Deutsche Glasfaser in Langenpreising?
Das lange Warten auf die Bahn
Angst, beim Thema Schallschutz allein gelassen zu werden; hohe Finanzlast für die Kommunen; mangelhafte Kommunikation der Bahn: Beim Besuch von MdL Johannes Becher in …
Das lange Warten auf die Bahn

Kommentare