Erneut hat es im Bucher Gemeinderat wegen der Wasserversorgung gekracht. Die von 228 Bürgern unterschriebenen Anträge sollen inhaltlich erst nach der großen Infoveranstaltung am 25. März behandelt werden (Symbolbild).
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Erneut hat es im Bucher Gemeinderat wegen der Wasserversorgung gekracht. Die von 228 Bürgern unterschriebenen Anträge sollen inhaltlich erst nach der großen Infoveranstaltung am 25. März behandelt werden (Symbolbild).

Infoveranstaltung am 25. März

Weiter Streit um Bucher Wasserversorgung

Erneut hat es im Bucher Gemeinderat wegen der Wasserversorgung gekracht. Die von 228 Bürgern unterschriebenen Anträge sollen inhaltlich erst nach der großen Infoveranstaltung am 25. März behandelt werden.

Buch am Buchrain– Erst vor vier Monaten hatte der Gemeinderat von Buch am Buchrain beschlossen, an der eigenen Wasserversorgung festzuhalten und einen neuen Brunnen zu bauen. Trotzdem kehrt keine Ruhe ein. Nicht nur im Gremium, auch in der Bevölkerung gibt es nach wie vor Gegenstimmen. Die von Listenmitgliedern von Parteifreie Bürger/SPD initiierte Unterschriftenaktion mit vier Bürgeranträgen war bereits in der Februar-Sitzung von anderen Räten kritisiert worden (wir berichteten). Auch in der März-Sitzung wurde debattiert.

228 Unterzeichner für die Bürgeranträge

Die Bürgeranträge landeten im Gemeinderat, weil sie von mindestens einem Drittel der Wahlberechtigten unterstützt worden sind. Letztlich waren es 228 Unterzeichner, berichtete Elke Kast, eine der drei Vertretungsberechtigten der Aktion, auf Nachfrage unserer Zeitung. In den vier Anträgen geht es um eine Anfrage beim Wasserzweckverband Forst Nord, eine Konzept-Erstellung mit Präsentation der Ergebnisse und einen Bürgerentscheid zur Frage, ob die eigene oder eine fremde Wasserversorgung bevorzugt wird.

Wasserversorgung: Verbandsausschuss müsste über die Aufnahme entscheiden

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) berichtete von einem Treffen mit der Wasserversorgung Forst Nord, zu der dessen Vorsitzender, Forstinnings Bürgermeister Rupert Ostermair, geladen hatte. Dabei waren auch Buchs Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl (WG) und SPD-Gemeinderat Martin Kern. Ostermair habe bei diesem Termin erklärt, dass der Verbandsausschuss über die Aufnahme Buchs entscheiden müsse, falls die Kommune dies beantrage. „Vor Sommer wird wegen den Wahlen aber nichts behandelt, und dann würde es noch mal drei bis fünf Jahre dauern, bis wir Wasser bekommen“, sagte Geisberger. Beteiligt werden müssten wegen der Erweiterung des Wasserschutzgebiets auch die benachbarten Wasserversorger Anzing, Forstinning, Hohenlinden, Markt Schwaben und Ebersberg. Die Kosten für das Gutachten müsste Buch tragen.

Infoveranstaltung am Mittwoch, 25. März

Früher wird die Informationsveranstaltung mit verschiedenen Experten stattfinden, nämlich am Mittwoch, 25. März, um 20 Uhr im Gemeindehaus. Geisberger war der Ansicht, dass sich die Relevanz der Bürgeranträge aufgrund der Veranstaltung und des Gesprächs mit dem Verband erledigt hätte.

CSU sprechen sich erneut für den eigenen Brunnen aus

Auch die CSU-Räte sprachen sich erneut für den eigenen Brunnen aus. „Ich stehe dazu und werde nicht anders abstimmen“, sagte Bernhard Blasi. Martin Ostermeier findet eine Mitgliedschaft im Verband nicht sinnvoll, wenn Forsterns früherer Nitratwert von sieben Milligramm vermutlich durch den Zusammenschluss ansteigt. „Forstern ist jetzt auch nicht mehr eigenständig. Deswegen sollten wir unseren eigenen Brunnen machen, auf den wir selbst Einfluss haben“, meinte sein Fraktionskollege Axel Krämer.

Josef Auer (WG) fordert Wasserwerte des Verbands Forst Nord

Josef Auer (WG) forderte für den 25. März ein umfängliches Bild der Wasserwerte des Verbands Forst Nord. Diesen Wunsch bekräftigte Martin Dondl (WG): „Das wäre schon eine wichtige Entscheidungsgrundlage.“

Geisberger antwortete, dass Buch diese wohl nicht erhalten wird. Dem widersprach Kern: „Die sind kein Betriebsgeheimnis.“ Er sprach sich gemeinsam mit Matthias Steutzger (parteifrei) nochmals für eine erneute professionelle Anschlussprüfung aus.

Bürgeranträge werden am 31. März behandelt

Die WG-Räte Dondl, Auer und Margit Kunstwadl forderten mehrmals, die Entscheidungen zu den vier Bürgeranträgen auf die Sitzung nach der Infoveranstaltung zu verschieben. Dies blockierte die CSU. Dondl entgegnete: „Wir haben für die Behandlung der Anträge drei Monate Zeit. Wieso müssen sie ausgerechnet gleich jetzt behandelt werden? Dann brauchen wir den Infotermin gleich nicht machen.“

Letztlich beschloss eine Mehrheit der Räte die Verschiebung der Bürgeranträge auf die Sitzung am 31. März. Wählergruppe und Parteifreie/SPD sprachen sich komplett dafür aus. Von der CSU unterstützte lediglich Birgit Hipper diesen Vorschlag.

Markus Ostermaier

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