Radweg - Buch am Buchrain

Buch plant Radweg um

Buch - Schon lange tüftelt Buch an einem Geh- und Radweg nach Haidberg. Wegen der finanziellen Förderfähigkeit muss das Projekt jetzt neu überplant werden.

Im Oktober hat der Gemeinderat von Buch am Buchrain ein Konzept für den Geh- und Radweg von Haidberg bis zum Ortseingang mit Einbindung des geplanten Feuerwehrhauses am Haidfeld erstellt (wir berichteten). Er soll führen. Radfahrer müssen dann innerorts auf der Hauptstraße weiterfahren. Für Fußgänger sollen die Gehwege auf beiden Straßenseiten am Schmiedberg beziehungsweise am Haidfeld verlängert werden.

Nun sieht es für dieses Gesamtkonzept wieder etwas düsterer aus. Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) sprach von Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt und der Regierung von Oberbayern. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Vorstellungen so unterschiedlich sind“, bedauerte der Gemeindechef. Während das Bauamt den Entwurf als gut bezeichnet, fordert die Regierung wegen aktueller, behindertengerechter Standards einen Gehweg mit einer Breite von 2,50 Meter.

„Das stellt uns teilweise vor gewaltige Probleme“, sagte Geisberger, denn der Fußgängerweg entlang des Schmiedbergs wäre nur 1,50 Meter. Auf der anderen Straßenseite stehe eine nicht verschiebbare Lärmschutzwand. Der Bürgermeister überlegte laut, auf der Schmiedberg-Seite nur einen Behelfsweg mit circa 1,20 Meter zu bauen.

„Kann man bei einem Ein-Meter-Weg überhaupt noch von Sicherheit sprechen?“, fragte sich Dr. Matthias Steutzger (parteifrei). „Die Lärmschutzwand im Bereich des Spielplatzes könnten wir locker etwas nach hinten versetzen“, meinte Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl (WG), da hier der Gemeinde der Grund gehöre.

„Entfällt die Förderung für das ganze Projekt, wenn wir nicht einen Gehweg von 2,50 Meter haben?“, wollte Martin Ostermeier (CSU) wissen. Geisberger antwortete, dass nur der Gehweg-Anteil entfallen würde. Bei Ostermeiers Vorschlag, den 1,50 Meter breiten Weg zu bauen und es selber zu zahlen, warnte er vor den hohen Kosten.

Die nächsten Monate soll die Planung mit dem Ingenieurbüro überdacht werden. Geisbergers Wunsch wäre es, im Sommer damit fertig zu sein, damit eventuell im Frühjahr 2017 mit der Umsetzung begonnen werden kann. Ostermeier nannte den Zeitraum „überschaubar“, und dass der Beantragungs-Stichtag für Förderungen (1. September) eng wird.

„Ich sehe es noch kommen, dass die A 94 vor unserem Radweg fertig wird“, sagte Steutzger und forderte eine schnelle Überplanung. Zu seinem Vorschlag, den Geh- und Radweg bis zum Ortseingang früher zu bauen, sagte Geisberger: „Das ist ein gemeinsames Projekt. Das können wir nicht herauslösen, auch wegen der Sicherheit.“

Dass die Planung komplizierter werden würde, wenn man die Baumaßnahmen teilt, fand Martin Dondl (WG). „Das wäre ja noch gefährlicher, wenn man nur bis zum Ortsschild baut“, pflichtete ihm Axel Krämer (CSU) bei. Geschäftsstellenleiter Gottfried Prostmeier ergänzte: „Es soll ein verkehrssicheres Gesamtkonzept sein. Das Straßenbauamt sagt, das Aufteilen ist ein No-Go.“

(mot)

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