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In neuem Glanz erstrahlt die 105 Jahre alte Vereinsfahne der Bu chner Burschen. Vorsitzender Michael Stanner, Bürgermeister Ferdinand Geisberger und Vize-Kassier Christian Tremmel (v. r.) sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Buchner Burschen

Historisches Aushängeschild glänzt wieder

Die 105 Jahre alte Vereinsfahne der Buchner Burschen hat eine ereignisreiche Historie. Nun wurde sie für 7200 Euro aufwendig restauriert. Der Gemeinderat unterstützt dies mit einem Zuschuss von 1500 Euro.

Buch am Buchrain– Im Jahr 1912 wurde in Buch am Buchrain der Katholische Burschenverein gegründet. Ein Jahr später schafften sich die junge Männer eine kostbare Vereinsfahne an, wie der aktuelle Vorsitzende Michael Stanner in einem Schreiben an den Gemeinderat erzählt. Geweiht ist die Fahne gemäß der Hauptdarstellung dem Heiligsten Herz Jesu. Dies ist heute – ebenso wie das historische Ortsbild auf der Rückseite – noch eine Originalstickerei auf der Fahne aus dem Jahr 1913. Außerdem werden auf der Fahne die Tugenden Glaube und Sitte, Arbeitsamkeit, Heimatliebe sowie Frohsinn genannt. Als der Verein 1933 seine Tätigkeit einstellen musste, geriet die Fahne laut Stanner erstmals in Vergessenheit.

1952 wurde das inzwischen beschädigte Vereinssymbol wiederentdeckt – und der Verein von 13 Männern wiedergegründet. Die erste Restauration der Fahne erfolgte 1953. Warum sich der wiedergegründete Katholische Burschenverein irgendwann wieder auflöste, ist nicht übermittelt. Bekannt ist allerdings, dass sich nach der Auflösung eine Katholische Landjugend gründete, die das historische Aushängeschild ebenfalls benutzte und aus der sich 1990 der Theaterverein gründete.

Die jetzige Gruppierung Buchner Burschen besteht seit 2003. Sie sehen die Fahne „als beträchtlichen Teil Buchner Vereinsgeschichte“ und möchten diese erhalten. Bürgermeister Ferdinand Geisberger, selbst Mitglied im Burschenverein, zeigte sich von der Initiative begeistert. Er zollte den jungen Männern in der Gemeinderatssitzung Respekt. „Die Fahne ist ein Kulturstück unserer Gemeinde und ein Denkmal. Wir müssen euch dankbar sein, dass sie erhalten bleibt.“

Geisberger war auch bei der Abholung der restaurierten Fahne dabei und erinnerte daran, dass die Gemeinde erst im vergangenen Mai die Marianische Männerkongregation bei der Anschaffung einer Standarte finanziell unterstützt habe.

Wie bei allen Vereinsprojekten schlug der Bürgermeister jetzt vor, die Kommune solle sich mit 20 Prozent an den Gesamtkosten der Restauration beteiligen. Die Gemeinderäte stimmten ihm grundsätzlich zu und befürworteten auch seine Idee, die Förderung auf einen glatten Betrag aufzurunden und die Burschen mit 1500 Euro zu unterstützen.

Markus Ostermaier

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