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Politischer Frühschoppen am Tag nach dem Kinderfasching: Buchs CSU-Bürgermeister Ferdinand Geisberger (r.) sprach in der voll besetzten Pizzeria Gallo Nero über seine Ziele für die nächste Wahlperiode. 

Kommunalwahl 2020

Bürgermeister Ferdinand Geisberger schimpft: Bucher SPD ist eine Gegenstimmen-Partei

Ferdinand Geisberger ist in Wahlkampfstimmung. Er will Bucher Bürgermeister bleiben, hat noch viele Ideen und grenzt sich deutlich von seinem SPD-Herausforderer Martin Kern ab.

„Integration pur“ nannte Buchs Bürgermeister Ferdinand Geisberger den Service beim politischen CSU-Frühschoppen. Statt Pizza und Pasta wurden im voll besetzten Ristorante Gallo Nero Weißwürste und Wiener serviert. Geisberger ist hauptberuflich Postbeamter und ehrenamtlich seit 2002 Bürgermeister. Zudem führt der 52-Jährige seit 2009 den CSU-Ortsverband Buch-Pastetten und sitzt seit 2014 im Kreistag.

„Ich setze mich gerne ein und will das auch noch die nächsten sechs Jahre so gut wie möglich tun“, sagte Geisberger. Einige Wünsche, die Bürger im Oktober bei einem CSU-Workshop geäußert hatten, sind nun Teil des Wahlprogramms. Wichtig ist Geisberger die Ausweisung von Bauland für junge Einwohner. Der kommunale Wohnungsbau soll im Frühjahr 2021 starten. Dieser soll unter anderem Platz für die Bewohner der Hauptstraße 13 bieten, wenn deren Wohnhaus für die Erweiterung der Kitakrippe weichen muss.

Erwartungsgemäß kam auch das Streitthema Trinkwasserversorgung zur Sprache. Eine Menge an Kritik musste SPD-Herausforderer Kern einstecken. Der 35-Jährige war anwesend, verzichtete aber auf eine Erwiderung.

„Wenn ein Martin Kern behauptet, es gebe Zusagen aus Forstern, ist das eine klare Fehlinformation“, sagte Geisberger zum Argument über eine vermeintliche Kooperation mit der Nachbargemeinde. Und er teilte gegen die Liste Parteifreie Bürger/SPD weiter aus. „Das ist eine Verweigerungsliste und Gegenstimmen-Partei ohne Vorausdenken in die Zukunft. Aber genau das ist die Kunst der Kommunalpolitik – und nicht, Ängste zu verbreiten“, sagte Geisberger.

Angesichts der Bürgeranträge und Unterschriftensammlung wünschte sich der Gemeindechef, dass mehrheitliche Beschlüsse künftig akzeptiert würden. Auch die CSU-Räte Axel Krämer, Martin Ostermeier und Thomas Steidler brachten ihren Ärger über die Initiative von Parteifreie/SPD zum Ausdruck.

Die Umsetzung des Naturkindergartens ist ein CSU-Ziel, das sich wohl noch heuer realisieren lässt. Geisberger erklärte, dass die Nachfrage beim Anmeldetag für das neue Kita-Jahr erfolgreich gewesen sei. Konkreter wurde Gemeinderätin Birgit Hipper. Sie sprach von acht Anmeldungen für die Naturgruppe. Damit wäre die Mindestzahl erreicht.

Geisberger möchte auch das Straßennetz, etwa die Verbindung Oberbuch-Tading, verbessern. Weitere Ziele sind neue Geh- und Radwege, der Breitbandausbau in den Außenbereichen, das Feuerwehrhaus, die Ortskern-Gestaltung und Umweltmaßnahmen wie Blühflächen oder eine E-Ladesäule. Bei der Finanzpolitik werde man weiter mit „spitzem Bleistift rechnen, um hohe Investitionen zu bewältigen“, so Geisberger.

Anschließend stellten sich die CSU-Kandidaten für den Gemeinderat und den Kreistag vor. Moderiert wurde der Frühschoppen von Pastettens Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger, die ein Plädoyer für den ebenfalls anwesenden Landrat Martin Bayerstorfer hielt: „Wir brauchen keinen Politikwechsel im Landkreis. Wir haben schon den besten Landrat, den wir kriegen können.“

Für musikalische Unterhaltung sorgte das Duo Treibauf. Von CSU-Gemeinderatskandidat Michael Rappold erhielten die Besucher Nordmanntannen und Buchen zum Einpflanzen im eigenen Garten.

Eine Wortmeldung gab es lediglich von Ex-CSU-Gemeinderat Wolfgang Hipper. Er appellierte an die CSU, sich für den Erhalt des Gasthauses einzusetzen. „Bitte lasst diese Wirtschaft nicht draufgehen. Schaut euch nur diese Fassade an. Ohne einen Wirt ist unser Dorf tot“, sagte Hipper und erhielt viel Applaus. (Markus Ostermaier)

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