Bürgerversammlung Buch am Buchrain   

Ampel-Standort: Lieber schlecht als gar nicht

Die Probeampel in der Bucher Ortsmitte ist für Bürgermeister Ferdinand Geisberger eines der wichtigsten Themen 2017. Auch die Bürger bewegt die Signalanlage.

Buch am Buchrain Kurz nachdem der Bucher Gemeinderat der Errichtung einer Probeampel im Ortszentrum zugestimmt hat, wurde das Thema am Donnerstag in der Bürgerversammlung konkreter.

Bekanntlich votierte das Gremium einstimmig für den von den Behörden vorgeschlagenen neuen Standort, trotz Bedenken. Bürgermeister Ferdinand Geisberger bezeichnete die Probeampel in der Bürgerversammlung als eines der wichtigsten Themen 2017. Da der Standort nach Fachmeinung nicht der Zebrastreifen sein sollte, sondern etwa 35 Meter weiter in Richtung Harthofen, informierte der Rathauschef, was mit dem bestehenden Fußgängerüberweg passieren soll. „Die Markierungen werden abgefräst und die Zeichen zugehängt.“

Außerdem sagte er, dass man die Fußgängerampel wegen der laufenden Erdgas-Arbeiten, wo häufig auch nur Ampelbetrieb möglich ist, nicht gleich in ein paar Wochen umsetzen werde.

Zudem möchte Geisberger noch Infotermine mit Anliegern und den Schulweghelfern durchführen. Falls sich die Ampel bewähre, würde der Bürgermeister sie gerne bis zum Ende der Autobahn-Bauarbeiten (voraussichtlich 2019) stehen lassen, denn er sei nach wie vor von deren Notwendigkeit überzeugt: „Ich habe das Gefühl, der Verkehr durch Buch wird immer mehr. Jetzt durch den Baubetrieb ist das Überqueren vom Zebrastreifen fast gar nicht mehr möglich – da hält niemand.“

Eine Rentnerin äußerte in der Versammlung ihre Skepsis zum neuen Standort. „An dieser Stelle muss man ja eigentlich gar nicht über die Straße. Da sehe ich nicht so viel Nutzen.“ Geisberger und der Parteifreie Gemeinderat Matthias Steutzger machten keinen Hehl daraus, dass auch sie nicht mit dem neuen Platz zufrieden sind. „Diese Stelle ist sehr schlecht. Aber die Aussage war eben: entweder da oder gar nicht“, sagte Steutzger. „Es ist wirklich keine Ideallösung, aber unsere Möglichkeiten sind wegen ausführlichen Richtlinien sehr eingeschränkt“, meinte Geisberger.

Beide appellierten an die Bürger, die Fußgängerampel auch zu nutzen, da die Anzahl der Betätigungen auch gezählt werde. In Hinblick auf die Ortskern-Umgestaltung in ein paar Jahren sagte Geisberger, dass sich dann vielleicht eine bessere Lösung finden werde. mot

Rubriklistenbild: © dpa

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