Ferdinand Geisberger (CSU), Bürgermeister von Buch am Buchrain, sitzt an seinem Schreibtisch
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Noch viele offene Themen und Projekte liegen auf dem Schreibtisch von Buchs Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU).

Feuerwehrhaus, Wohnungsbau, Hammerbach – Für mehr „wohl nicht mehr so viel Schwung“

Drei Großprojekte haben Priorität

Drei Großprojekte will Buchs Bürgermeister Ferdinand Geisberger definitiv vorantreiben: Feuerwehrhaus, kommunalen Wohnungsbau und Hammerbach-Renaturierung. Für weitere große Investitionen „haben wir wohl nicht mehr so viel Schwung", vermutet er.

Buch am Buchrain – Vier Monate alt ist Ferdinand Geisbergs vierte Amtszeit als Bürgermeister von Buch am Buchrain. Begonnen hat sein 18. Jahr als ehrenamtlicher Gemeindechef allerdings komplett anders als in den Perioden zuvor. Die Corona-Krise hielt auch den Bucher Bürgermeister und seine Mitarbeiter ordentlich in Schach.

Nicht nur in Geisbergers Teilzeit-Job bei der Post herrschte erhöhtes Arbeitsaufkommen, sondern auch in der Gemeindeverwaltung. Zeitkritisch sensible Themen wie die Notversorgung in Kindergarten und Schule beschäftigten das Rathaus. Seit Juli ist die Verwaltung der VG Pastetten wieder unabhängig von Terminanmeldungen geöffnet. „Die Leute nehmen die Regeln ernst“, lobt Geisberger die Disziplin der Bürger in der Krise.

Zusammenarbeit im neuen Gemeinderat hat sich eingespielt

Im Sommerinterview mit unserer Zeitung berichtet der Gemeindechef, dass sich die Zusammenarbeit im Gemeinderat durch die nur zwei neuen Mitglieder nicht so sehr verändert, inzwischen aber eingespielt habe. Seit Mai tagte das Gremium sogar im dreiwöchigen Rhythmus.

Zufrieden ist Geisberger mit seinem neuen Stellvertreter Josef Auer (Wählergruppe), der ihn während seines Sommerurlaubs schon zwei Wochen lang vertreten hat. „Er hat das gut gemacht, und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, lobt Geisberger. Auch mit seinem neuen Büro-Nachbarn im Rathaus, Pastettens Bürgermeister Peter Deischl, klappe die Zusammenarbeit.

Trotz Corona-Krise möchte Geisberger in der nächsten Zeit die laufenden Projekte kontinuierlich abarbeiten, auch wenn es sich teilweise aufgrund eingeschränkt arbeitender Firmen und Büros etwas verzögern könnte. „Heuer wird sich Corona nicht so sehr auf unseren Haushalt auswirken“, vermutet der CSU-Politiker. Zeitverzögerte Einschränkungen erwartet der 53-Jährige eher in ein paar Jahren durch geringere Einkommens- und Gewerbesteuern.

Feuerwehrhaus und Wohnungsbau: Ausschreibungen Ende des Jahres

Die drei aktuellen Großprojekte Feuerwehrhaus, kommunaler Wohnungsbau und Hammerbach möchte Geisberger definitiv vorantreiben. „Ansonsten haben wir wohl nicht mehr so viel Schwung für andere größere Investitionen“, vermutet Geisberger.

Die Bauplanung des neuen Feuerwehrhauses liegt aktuell noch zur Genehmigung im Landratsamt. Derzeit läuft noch die Detailplanung. Regelmäßige 14-tägige Jour-fixe-Termine gibt es im Moment auch für den künftigen Nachbarn der Feuerwehr. Für den kommunalen Wohnungsbau hat der Gemeinderat erst Ende Juli die Detailplanung genehmigt. Für das Gebäude ist noch die Aktualisierung des Bebauungsplans wichtig. Ansonsten sollen Ende des Jahres für Gerätehaus und Wohnungsbau die Ausschreibungen erledigt werden. Der Baubeginn ist laut Geisberger jeweils für Frühjahr 2021 geplant, die Fertigstellung möglichst im Folgejahr.

Nächstes Jahr soll zudem wieder am Hammerbach gearbeitet werden. Im September will der Rathauschef die Aufträge vergeben, Ende Juli 2021 soll die Umsetzung abgeschlossen sein. Geisberger bezeichnet die Renaturierung des vierten Abschnitts als „wichtigen Baustein zu den anderen Abschnitten. Das wird sich gut ergänzen“, ist er überzeugt.

Bauhof und Radwege auf der Wunschliste

Falls Saatgut erhältlich ist, sollen noch heuer die ersten gemeindlichen Blühwiesen gepflanzt werden. Hierzu informiert der CSU-Politiker, dass die Finanzierung nun doch vollständig durch die Kommune erfolge, da das Förderprogramm doch nicht für die Bucher Maßnahmen geeignet sei.

Ansonsten wartet die Gemeinde noch immer auf eine Rückmeldung der ARGE Projektgesellschaft der A 94 zum finanziellen Schadensersatz für demolierte Gemeindestraßen. Weitere offene Projekte – etwa die Regelung der Trinkwasserversorgung ab 2022, die Erweiterung des Kindergartens oder der Breitbandausbau in den restlichen Außenorten – gibt es noch genug.

Auf der Wunschliste stehen außerdem noch die Bauhof-Verlegung oder neue Radwege, „aber wir müssen ganz klar eins nach dem anderen machen“, erklärt Geisberger. Auch der Wohnraumbedarf sei trotz mehrerer aktueller Bebauungspläne noch immer sehr groß. „Da müssen wir uns auf jeden Fall Gedanken machen, wie es weitergehen wird.“

Markus Ostermaier

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