Baugebiet am St.-Florian-Ring in buch am Buchrain mit freier Wiese im Vordergrund
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Am St.-Florian-Ring in Buch sollen zwei Gebäude mit insgesamt 13 Wohnungen entstehen: Der Plan sieht vor, dass sie bis Ende Oktober 2022 bezugsfertig sind.

Einzug für Ende Oktober 2022 geplant

Drinnen Parkett, draußen Hochbeete

  • Henry Dinger
    vonHenry Dinger
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Buch am Buchrain – 13 Kommunal-Wohnungen sollen am St.-Florian-Ring am Bucher Ortsrand entstehen (wir berichteten). Derzeit grünt am Bauplatz noch die Wiese, aber Ende Oktober 2022 sollen die Mieter einziehen können. Um den Termin zu halten, geben die Planer derzeit ordentlich Gas. Nun stellten Objektplaner Jürgen Hermann von HOE Architects und weitere Verantwortliche die aktuelle Planung in einem rund zweieinhalbstündigen Vortrag im Gemeinderat vor.

Zu den wesentlichen Änderungen gehören schmalere Außenwandziegel, wodurch pro Wohnung etwa ein bis zwei Quadratmeter Fläche gewonnen werden. Insgesamt werden nun 895 Quadratmeter Wohnraum entstehen – 20 mehr als bislang. Dass die Wände dank der recyclebaren Perlit-Dämmziegel dünner werden, wirkt sich laut Hermann nicht negativ auf Schallschutz und Wärmedämmung aus.

Auch die beim letzten Entwurf von mehreren Gemeinderäten kritisierte, zu geringe Anzahl der Fahrradstellplätze wurde erhöht. Die Tiefgarage wurde umgeplant und so nicht nur zwei Pkw-Stellplätze zusätzlich herausgeholt, sondern auch mehr Platz für die Drahtesel erreicht. Im Innenhof sollen zwölf überdachte und ebenso viele nicht überdachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder entstehen.

Eine weitere Änderung betrifft ein Trafohäuschen, das bislang direkt vor der Terrasse einer Erdgeschosswohnung vorgesehen war. Nun wird es nach Osten verlegt. Die dafür entstehenden Mehrkosten von 20 000 Euro fallen in der Projektsumme von 4,5 Millionen nicht weiter ins Gewicht.

Um eine detaillierte Kostenrechnung erstellen zu lassen, mussten die Räte am Dienstag bereits Details zur Qualität verschiedener Bauelemente festlegen. So werden zunächst die Kosten für Kunststoff-Alu-Fenster geplant, ein laut Hermann guter Kompromiss im kommunalen Wohnungsbau. Fenster aus reinem Holz oder Kunststoff seien zwar günstiger, aber auch wartungsintensiver. In den Wohnungen wird es Parkettböden geben, hier folgten die Räte ebenfalls dem Vorschlag aus dem Planungsbüro. Sie lassen sich bei einem Mieterwechsel gegebenenfalls einfach abschleifen und neu versiegeln.

Margit Kunstwadl (WG) zeigte sich verwundert, dass auch die offenen Küchen Holzparkett haben sollen, aber Hermann meinte, dass das Industrieparkett sehr robust sei. Zustimmung bekam er von Martin Dondl (WG), der meinte, dass Parkett „ein dankbarer Boden“ sei. Auch die Loggien und Balkone im Obergeschoss könnten behandelte Holzböden bekommen, für die Terrassen im Erdgeschoss sind ebenso wie für die Treppen und Laubengänge Steinbeläge vorgesehen.

Die Wände von Bädern und WCs sollen mit hellen Steinzeugfliesen gekachelt, die Böden dunkel gehalten werden. Für das Dach könnte sich Hermann großflächige Platten aus dunklem Beton vorstellen. Sie sind billiger als Tondachziegel. Als Heizanlage wird ein Pelletsystem ins Auge gefasst, wie der Technische Ausrüster, die Energieplan GmbH aus Anzing vorschlägt.

Die Planung der Außenanlagen stellte Landschaftsarchitektin Claudia Seidenschwand-Wiesmeier den Räten vor. Interessant am Innenhof, der zum Mietertreffpunkt werden soll, sind fünf Hochbeete. Sie sollen zu den Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen gehören und Lust aufs Hobbygärtnern machen. Zudem sind Sitzgelegenheiten in einer „Bauminsel“ unter einer Pergola vorgesehen.

Henry Dinger

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