SPD-Stammtisch 

Einheimischenmodell bewegt die Bucher

Das Bucher Baugebiet am Haidfeld war Thema beim Stammtisch der Gruppierung SPD/Parteifreie Bürger. Schon jetzt können Bürger für das Einheimischenmodell Interesse bekunden.

Buch am Buchrain – Die Planungen für das neue Feuerwehrhaus mit angrenzendem Wohngebiet am Haidfeld schreiten voran. „Wir sind schon recht weit“, sagte SPD-Gemeinderat Martin Kern, der durch den Infoabend in der Pizzeria Gallo Nero führte, zum beschleunigten Bebauungsplan. Derzeit würden die Planungen in nichtöffentlichen Sitzungen konkretisiert. Kern berichtete von der Überlegung der Kommune, beim Baugebiet zwei Flächen für einen eventuellen sozialen Wohnungsbau freizuhalten.

Vor allem das Einheimischenmodell interessierte die Zuhörer. Neben der Ortsansässigkeit ist eine Voraussetzung, dass Bewerber nicht schon jetzt Wohn- oder Grundeigentum besitzen. Aktuell steht laut Kern derzeit im Gespräch, dass das Jahreseinkommen pro Person 50 000 Euro nicht überschreiten darf, also bei einem Paar 100 000 Euro gesamt.

Das Vermögen sollte weniger als 175 000 Euro betragen. Ein Bürgerpaar plädierte dafür, den Einkommenshöchstbetrag noch etwas anzuheben oder ein paar Grundstücke beim Einheimischenmodell für besser verdienende Einheimische anzubieten. Kern erläuterte, dass die Beträge noch nicht endgültig seien. Er wolle die Bitte der Bürger im Gremium vertreten.

Beim Punkteverfahren im Einheimischenmodell wird auf die Wohndauer der Bewerber geachtet. Im Gespräch ist auch, dass es für ehrenamtliche Tätigkeiten zusätzliche Punkte geben soll. „Ich finde das gut, wenn sich jemand in die Gemeinschaft einbringt und dafür auch etwas belohnt wird“, sagte Kern. Soziale Kriterien wie Gesundheit und Kinder im Haushalt spielen ebenfalls eine Rolle.

Schon jetzt können Bürger bei der Verwaltung ihr Interesse bekunden. Offizielle Bewerbungen sind Kerns Einschätzungen nach erst 2018 möglich. Er kenne schon etwa 20 Personen, die am Haidfeld bauen möchten, meinte Zuhörer Konrad Huber.

Beim Bucher Stammtisch wurde auch die Erbpacht-Möglichkeit über die Wohnungsbaugesellschaft Landkreis Erding vorgestellt. Das Grundstück wird dadurch über die Jahre abbezahlt. „Vorteil ist, dass der Bauwerber sein Geld vorrangig in sein Haus investieren kann“, erklärte Kern. „Wegen dem günstigen Zins ist Erbpacht im Moment aber wahrscheinlich eher wenig attraktiv.“ Jörg Menzinger konnte sich allerdings vorstellen, dass das Angebot für junge Familien interessant sein könnte.

Einen neuen Weg geht die Kommune bei der vollständigen Erschließungsplanung des Baugebietes. Diese Aufgabe übernimmt nicht mehr die Gemeinde selbst, sondern eine externe Firma. Die Abrechnung der Erschließungskosten erfolgt dann über den Partner direkt an die Bauwerber. Kern: „Ich bin guter Hoffnung, dass das die richtige Entscheidung war.“

Eine weitere Anregung der Stammtisch-Runde an die Verwaltung kristallisierte sich zum Ende heraus: Wegen der hohen Nachfrage nach Bauflächen in Buch sollte eine Bedarfsplanung für weitere Baugebiete durchgeführt werden. Denn Kern gab zu: „Über einen Plan zur weiteren Entwicklung der Gemeinde und wie viel wir in der Zukunft eigentlich wachsen wollen, ist mir nichts bekannt.“

Markus Ostermaier

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