Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Buch
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In miserablem Zustand ist das Feuerwehrhaus. Bis zum Umzug wird es aber noch viele Jahre dauern.

Gerätehaus für Bucher Feuerwehr auf die Bank geschoben: „Das ist schon bitter und sehr enttäuschend“

Neubau verschoben: Feuerwehr frustriert

Bitter enttäuscht sind die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Buch am Buchrain darüber, dass sie noch deutlich länger als erwartet auf den Baubeginn ihres neuen Gerätehauses warten müssen.

Buch am Buchrain - Nicht gerade begeistert sind die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Buch am Buchrain und der ebenfalls betroffene Gartenbauverein von den neuen Entwicklungen, dass der Bau des neuen Gerätehauses verschoben wurde. Der Grund für die Verzögerung sind zu hohe aktuelle kommunale Ausgaben. Die Nachricht dazu war überraschend aus dem Gemeinderat gekommen.

Das Feuerwehrhaus war schon nach 20 Jahren zu klein.

Das aktuelle Feuerwehrhaus befindet sich direkt im Bucher Ortskern und wurde in den 1980er Jahren errichtet. Nur gut 20 Jahre später wurde bereits der Wunsch nach einem größeren Gebäude laut, weswegen die bestehende Unterkunft im Gemeinderat auch schon mal als „Fehlplanung“ bezeichnet wurde. Seit Ende 2014 ist sicher, dass der Neubau am westlichen Ortseingang am Haidfeld neben einem Wohngebiet entstehen soll. Ebenso wurde damals als Ziel festgelegt, dass dort auch der Gartenbauverein optimierte Räumlichkeiten erhalten soll. Dieser nutzt bereits im bestehenden Haus eine Garage.

Nun kostet der kommunale Wohnungsbau die Gemeinde 5,3 Millionen Euro, der Spatenstich soll bereits in diesem Frühjahr erfolgen. Da auch das neue Vereinsheim der Wehr mit 4,6 Millionen Euro teuer ist, stellte Buch das Projekt zurück. Bis wann? noch ungewiss.

„Wie das gelaufen ist, ist nicht optimal.“

Feuerwehrkommandant und CSU-Rat Thomas Steidler erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung, sich in der besagten Sitzung bewusst zurück gehalten zu haben. Er habe Verständnis für knappe Gelder, aber bedauere die neue Ausgangslage. Steidler erinnert daran, dass die Planungen des Haidfeld-Grundstücks ursprünglich mit dem Gerätehaus begonnen haben. „Nun ist es aber das Letzte, was dort gebaut wird. Wie das alles gelaufen ist, ist nicht so optimal.“ Die aktuelle Entwicklung nicht vorhergesehen und sich auf den diesjährigen Baubeginn verlassen hat sich Feuerwehr-Vorsitzender Martin Roth. „Das ist schon bitter und sehr enttäuschend für uns“, sagt er zur neuen Lage. Nicht nur enttäuschte Reaktionen von Mitgliedern hat er schon erlebt, sondern auch sehr überraschte Bürger.

Die aktuelle Situation eher geahnt hat Gartenbauverein-Chef Georg Stockl. Und zwar wegen des Wohnungsbaus, „der immer teurer wird und auch wegen Corona“. Seine Mitglieder hätten sich bereits auf die neue Heimat gefreut. Für den Gartenbauverein sei es auf jeden Fall wichtig, einen dauerhaften Platz in Buch zu erhalten. Besonders die künftige Maschine zum Saft-Erhitzen beim Obstpressen könne nicht ständig und zügig wieder abgebaut werden, erklärt Stockl.

Geht es 2022 oder 2023 los?

Steidler betont, dass Feuerwehr und Gemeinde nicht im Streit liegen. Man wolle gemeinsam eine Lösung finden. Die Wehr habe bereits ihre Erwartungen formuliert. Nun sei die Kommune am Zug. Der Kommandant würde es begrüßen, bald mit den Ausschreibungen zu beginnen. Steidler und Roth hoffen, dass 2023 oder sogar 2022 mit den Bauarbeiten begonnen wird. „Wir können dann sowieso erst in frühestens drei bis vier Jahren einziehen“, sagt Roth. Oder wie Steidler es formuliert: Die Feuerwehrler sind nicht begeistert, sich „nochmal vier Jahre lang im unbeheizten Feuerwehrhaus bei Minusgraden umziehen“ zu müssen.

Die Rahmenbedingungen im aktuellen Gebäude sind nach wie vor sehr ungenügend, betonen beide Führungskräfte. Warmes Wasser gibt es dort laut Roth noch immer nicht, denn: „Man hat ja zuletzt immer gesagt, man investiert in das Haus nichts mehr, weil eh bald ein neues gebaut wird.“

(Von Markus Ostermaier)

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