Zebrastreifen in Buch am Buchrain

Für eine Ampel ist zu wenig los

Buch am Buchrain – Nach wie vor beschäftigt den Gemeinderat Buch am Buchrain die Erhöhung der Sicherheit am Zebrastreifen. Obwohl es für Blinklicht oder Ampel nicht gut aussieht, bleibt das Gremium dran.

Die Diskussion um mehr Verkehrssicherheit beim Fußgängerüberweg in Buch am Buchrain beschäftigte den Gemeinderat auch in seiner letzten Sitzung des Jahres. Erst im Oktober hatte Margit Kunstwadl (WG) ihren Wunsch nach einem Blinklicht wieder zur Sprache gebracht. In derselben Sitzung musste Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) die Hoffnung auf eine Fußgängerampel dämpfen. Eine Verkehrszählung im Mai hatte ergeben, dass am Messungstag genau sechs Fußgänger zu wenig unterwegs waren. Mindestens 50 Personen wären neben den 450 Fahrzeugen – diese Zahl wird in Buch deutlich übertroffen – für den Bau einer Fußgängerampel notwendig (wir berichteten).

Nun hat kürzlich eine Verkehrsschau stattgefunden, wie Vizebürgermeister Martin Kunstwadl (WG) im Gremium berichtete. Daran nahmen neben der Gemeinde noch Vertreter von Straßenbauamt, Polizei und Landratsamt teil. Kunstwadl informierte, dass der Termin für die Gemeindeinteressen nicht sehr positiv verlaufen sei. Die Ampel sei mit der Begründung „zu wenig Fußgänger“ wieder abgeschmettert worden.

Beim Blinklicht wurde nach Aussagen des Vizebürgermeisters zuerst die Stromsituation am Zebrastreifen bemängelt. Ein weiteres Kriterium dagegen sei noch gewesen, dass die kleine Brücke über den Hammerbach dieser Installation nicht standhalten könnte. Hier machten mehrere Gemeinderäte erstaunte Gesichter.

Wie VG-Geschäftsleiter Gottfried Prostmeier anhand einer Mitteilung des Landratsamts zur Verkehrsschau noch einmal zusammenfasste, könne der Fußgängerüberweg baulich nicht für ein Blinklicht umgerüstet werden. Kunstwadl fügte hinzu, dass zudem vor einer zu hohen Lichtbelastung der Anwohner gewarnt wurde.

Auch eine Verlegung des Zebrastreifens war bei der Verkehrsschau Thema. Die Runde kam aber zu dem Fazit, dass dieser aktuell schon am besten Platz der Straße liege. Zugesichert wurde immerhin, dass die bisherigen Fußgängerüberweg-Zeichen durch neue, hellere Schilder ausgetauscht werden.

In Sachen Blinklicht berichtete Kunstwadl von seinen Recherchen, dass es im Landkreis kein einziges solches gebe, wie es sich Buch vorstelle. „Wir Buchner wären dann die Ersten. Das soll wahrscheinlich vermieden werden und deswegen wird mit allen möglichen Argumenten dagegen argumentiert.“

Matthias Steutzger (parteifrei) schlug vor, mit den Einhalten einer von ihm gefunden Richtlinie zu schutzbedürftigen Personen zu argumentieren. Margit Kunstwadl regte an, die abgelehnte Fußgängerampel noch nicht ganz beiseite zu legen: „Ich kann es einfach nicht begreifen, dass es in anderen Orten geht, aber nicht bei uns. Ich finde, wir sollten dran bleiben.“

Dass jetzt wegen aktueller Verkehrszahlen aufgrund der nicht fertigen Autobahn der richtige Zeitpunkt für solche Diskussionen sei, fand Martin Kern (SPD). Er war sich mit Steutzger und Martin Ostermeier (CSU) einig, eine unabhängige Firma untersuchen zu lassen und zu prüfen, ob die Blinklicht-Installation technisch und baulich wirklich nicht möglich sei. Geisberger warnte, die Meinung der Verkehrsschau etwas ernster zu nehmen. „Wenn es wirklich ein Eingriff ins Brückenbauwerk ist, werden wir hier nichts machen.“

Nicht nur das weitere Blinklicht-Vorgehen soll in der nächsten Ratssitzung noch einmal besprochen werden. Im Januar geht es auch wieder um die Beantragung einer Probeampel. Axel Krämer (CSU) griff hier nämlich einen alten Gedanken Geisbergers auf, eine Fußgängerampel einfach mal zu testen.

Markus Ostermaier

Rubriklistenbild: © dpa

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