Voraussichtlicher Baubeginn für Erdgasversorgung im April

Gasversorgung steht kurz vor dem Abschluss

Buch am Buchrain - Ordentlich aufs Gas drückt Energienetze Bayern bei der Bucher Erdgasversorgung. Falls der Gemeinderat das Angebot annimmt, soll schon im April mit dem Bau begonnen werden.

Eine ausführliche Präsentation gaben zwei Vertreter des Unternehmens, Steffen Gütlein und Wolfgang Kurtz, in der Sitzung am Dienstagabend. Mit dem überwiegend aus Russland kommenden Erdgas werden von dem Unternehmen bisher 276 Städte und Gemeinden versorgt. Dort können Haushalte und Gewerbetreibende diese Energieform nützen – zum Kochen und Heizen.

Aufeinander aufmerksam waren Gemeinde und Betreiber letztes Jahr geworden, da 2015 in der Nachbarkommune Pastetten eine Erdgasleitung bis Harthofen gebaut wurde. Dadurch sei die Hauptvoraussetzung geschaffen, erläuterten die Firmenvertreter.

Diese Leitung soll entlang der Staatsstraße 2332 bis zur Bucher Hauptstraße verlängert werden. Die von Buch geforderte Ausdehnung in die Erdinger beziehungsweise Pemmeringer Straße wird eher kritisch gesehen, da die Straßen noch in einem guten Zustand sind und die Gehwege eventuell zu klein. „Und wir wollen einfach nicht ganz neue Straßen wieder aufreißen“, sagte Kurtz.

Vereinbart werden müssten davor noch ein Konzessionsvertrag sowie eine Vereinbarung zum Baukostenschuss der Gemeinde. Letzterer Betrag im alten Angebot war 71 000 Euro. Zudem erhält Buch einen kostenlosen Anschluss für eine kommunale Liegenschaft. Parallel dazu laufen schon jetzt Vorplanungen zur Trasse oder Abstimmung mit Betroffenen.

Kurtz sagte, an die Gemeinderäte gerichtet: „Wir sind zuversichtlich, dass Sie zustimmen werden.“ Im April sollen die Bauarbeiten dann schon losgehen. Leitungsverlegung bis zum Ortsanfang wäre dann bis Juni und Inbetriebnahme zum Oktober 2016.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) sprach von mehreren Ortsbereichen, für die Erdgas interessant wäre. Nicht nur Matthias Steutzger (parteifrei) hinterfragte eine Erdgas-Erschließung bei einem neuen Baugebiet, sondern auch Martin Kunstwadl (WG). „Wir würden es nicht fordern, uns aber darüber freuen“, sagte Kurtz. Gütlein erläuterte das Sicherheitskonzept für die Gasleitungen. „Die Feuerwehr würde aber zur Gefahrenabwehr trotzdem noch geschult werden.“

Den vermutlich 20-jährigen Konzessionsvertrag wird die Kommune wohl in der April-Sitzung abschließen. Geisberger stellte schon mal eine positive Antwort in Aussicht. Durch eine Haushaltsbefragung will man die allgemeine Nachfrage herausfinden. „Wenn der Bedarf in der Erdinger und Pemmeringer Straße groß ist, sollten wir nochmal überlegen, ob wir dort die Leitung im Gehweg verlängern können“, merkte der Bürgermeister an.

Von Markus Ostermaier

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