Einfache Funktionsweise ohne näheren Körperkontakt: Das ist das Konzept des Handdesinfektionsspenders David der Firma GBN. Geschäftsführer Siegfried Förg zeigt, wie mittels Fußpedal das Desinfektionsmittel ausgegeben wird, hier mit Vertriebsmitarbeiterin Ulrike Gerigk. 
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Einfache Funktionsweise ohne näheren Körperkontakt: Das ist das Konzept des Handdesinfektionsspenders David der Firma GBN. Geschäftsführer Siegfried Förg zeigt, wie mittels Fußpedal das Desinfektionsmittel ausgegeben wird, hier mit Vertriebsmitarbeiterin Ulrike Gerigk. 

GBN Systems: Dienstleister wird zum Produzenten

Desinfektionsspender made in Buch

Die Not macht erfinderisch: Die Firma GBN Systems aus Buch agiert erstmals selbst als Hersteller und produziert Handdesinfektionsspender.

Buch am Buchrain – In den unterschiedlichsten Betrieben und Branchen forderte die Corona-Krise ein unternehmerisches Umdenken. Ein Beispiel dafür ist die Firma GBN Systems aus Buch am Buchrain. Sie agiert nun erstmals selbst als Hersteller und produziert seit Ende April Händedesinfektionsspender.

Auch bei GBN Systems bremsten die Krise und der Lockdown den Regelbetrieb und die Auftragslage deutlich ein. Dennoch zeigten sich die Mitarbeiter kreativ. Ursprünglich ist die in Buch ansässige Firma Dienstleister für die Produktion und Entwicklung von Mechatronikgeräten, zum Beispiel für Medizintechnik oder Produktionsmaschinen. In Zeiten von knappem und oftmals überteuertem Desinfektionsmittel reifte jedoch die Idee, selbst ein Produkt zur Ausgabe der Viren tötenden Flüssigkeiten zu entwerfen.

Von der Idee zum ersten Muster in fünf Tagen

Zig verschiedene Modelle von Desinfektionsspendern gibt es bereits, aber seine Firma wollte ein „gscheide Lösung“ auf den Markt bringen, sagt GBN-Geschäftsführer Siegfried Förg. Seine Angestellte für den technischen Vertrieb, Ulrike Gerigk, ergänzt, dass die Funktionsweise der bestehenden Modelle oftmals weder einladend noch optimal gestaltet sei. So entstand die Idee eines optimierten Produkts. Nur fünf Tage später war das erste Muster fertig. Die ersten Bestellungen wurden bereits Mitte Mai ausgeliefert.

Der GBN-Desinfektionsspender trägt den Namen „David“ und spielt auf den Kampf zwischen David und Goliath aus dem Alten Testament an. „Nur unser Gegner des 21. Jahrhunderts heißt halt Covid-19“, erklärt Förg den Namen. Der Spender besteht aus weißem, nicht entflammbarem Hart-PVC.

Im Vergleich zu anderen Aufträgen sei die Komplexität der Konstruktion von „David“ niedrig, berichtet der Geschäftsführer. Der neue Automat funktioniert nicht mit Strom, sondern rein mechanisch durch die Betätigung eines Fußpedals. Somit wird der unmittelbare Körperkontakt vermieden. Zudem werde das Desinfektionsmittel, das ebenfalls durch GBN geliefert wird, exakt dosiert, erläutert Förg.

„David ist aus der Krise geboren und 100 Prozent made in Bavaria“

Der Firmenchef ist sehr stolz auf das fertige, 499 Euro teure Produkt. „Denn ,David` ist aus der Krise geboren und 100 Prozent made in Bavaria, direkt in Buch.“ Bereits im Einsatz ist das Modell in Supermärkten, Industrie-Unternehmen, in der Physiotherapie, in Fahrschulen – und auch in unmittelbarer Nähe: „David“ steht etwa im Pastettener Rathaus oder in Buch selbst im Gemeindehaus, im Kindergarten und in der Pizzeria Gallo Nero.

Anfangs sei die Nachfrage sehr groß gewesen, berichtet Förg. „Als Corona noch mehr im Vordergrund stand, wurden uns offene Türen eingerannt. Jetzt ist die Nachfrage etwas überlegter.“ Es gibt nach Aussage des Geschäftsführers aber bereits eine Kundenanfrage, „David“ für die Nutzung eines spezifischen Handreinigungsmittels weiter zu entwickeln.  

Markus Ostermaier

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