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Mit der Kamera in die Abwasserkanäle: In der Gemeinde Buch am Buchrain wurden voriges Jahr solche Untersuchungen durchgeführt.

Gemeinderat Buch am Buchrain

800 000 Euro für Kanalsanierung

Buch am Buchrain – Rund 800 000 Euro kostet die Sanierung der Bucher Abwasserkanäle nach aktueller Schätzung. Das ist jedoch erst das vorläufige Ergebnis, denn die Kanaluntersuchung ist noch nicht vollständig abgeschlossen.

Von Juli bis August vergangenen Jahres wurden die Abwasserkanäle der Gemeinde Buch am Buchrain untersucht. Aufgrund der Hochwasserereignisse im niederbayerischen Simbach am Inn hatte sich der Start etwas verzögert. Nun stellte Anton Dworzak vom Ingenieurbüro Schelzke in der Gemeinderatssitzung die Ergebnisse vor.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) erläutert im Gespräch mit der Heimatzeitung, dass im vergangenen Jahr fast das gesamte Kanalnetz im Gemeindegebiet befahren worden sei und man Dichtigkeitsprüfungen durchgeführt habe. Die Ergebnisse zeigen laut Geisberger, dass in einigen Straßen viele Grundstücksanschlüsse undicht seien – etwa am Schmiedberg oder in der Fellnerstraße. Risse habe man beim Kanal in der Pemmeringer Straße bemerkt.

Außerdem erklärte Dworzak in der Sitzung, dass einige Straßen-Sinkkästen so stark beschädigt seien, dass man sie nicht mehr reparieren könne. Einen starken Wurzeleinwuchs zeigte die Untersuchung zudem im Bereich des Pfarrheims. Geisberger berichtet auf Nachfrage, dass beim Hauptkanal dank zweier früherer Sanierungsmaßnahmen nicht so viel Nachrüstungsbedarf bestehe. Ausgebaut werden müsse dagegen der Überlastungsschacht, der zum Klärwerk führt. Dies habe ihn persönlich etwas überrascht.

Abgeschlossen sind die Untersuchungen allerdings noch nicht. Bei 45 Hausanschlüssen in der Kommune habe die Dichtigkeitsprüfung nämlich noch nicht durchgeführt werden können, da die beauftragte Firma entweder die Schächte nicht gefunden habe oder diese noch nicht freigelegt gewesen seien. Über den zweiten Versuch in diesem Jahr sollen die betroffenen Eigentümer laut dem Rathauschef rechtzeitig informiert werden.

Die Kosten des Sanierungsbedarfs werden aktuell auf 800 000 Euro geschätzt. Wenn die restlichen Hausanschlüsse untersucht sind, muss sich der Gemeinderat laut Geisberger Gedanken über die konkreten Sanierungsmaßnahmen machen. Dann wird die Kommune auch mit den Bürgern in Kontakt treten, da laut der gemeindlichen Satzung ab der Grundstücksgrenze der Eigentümer für die Abwasserleitung verantwortlich ist.

Geisbergers Zeitplan sieht vor, dass noch vor der Sommerpause die Ausschreibung erfolgt, damit die Sanierungsarbeiten eventuell im Herbst bereits starten können. Im Gemeinderat sorgte das Schaden-Ergebnis für Überraschung . Er selbst habe es fast so vermutet, gibt Geisberger zu, denn er habe schon zwei solche Sanierungsmaßnahmen mitgemacht.

„Am liebsten wäre es einem natürlich immer, wenn gar keine Schäden da wären“, sagte der Bürgermeister. Man müsse aber auch bedenken, dass die Kanäle andauernd in Betrieb und immer unter Belastung seien.

Markus Ostermaier

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