Gemeinderat Buch am Buchrain 

Kita Rosengarten: Gebühren steigen

Höhere Gebühren und Neuregelungen bei der Aufnahme von Gastkinder-Geschwistern sind Bestandteile der neuen Benutzungssatzungen der Bucher Kindertagesstätte Rosengarten.

Buch am Buchrain– Der Gemeinderat von Buch am Buchrain hat eine generelle Neuregelung der Benutzungsordnung beschlossen. Wie Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) in der Ratssitzung erklärte, musste die Benutzungsordnung der Kita wieder auf den aktuellen rechtlichen Stand gebracht werden. Kindergartenleiterin Iris Lindinger und Gemeindemitarbeiterin Evi Schmid erläuterten, dass die Neuregelung unter anderem mit einem Rechtsanwalt abgestimmt wurde.

Hauptänderung: Es gibt künftig nicht mehr nur eine Benutzungsordnung, sondern zwei Regelungen in Form von Satzungen. Der eine Teil dreht sich um den allgemeinen Betrieb und die Benutzung der Kita, in der zweiten Satzung geht es ausschließlich um Gebühren. Laut Schmid mache diese Trennung die Arbeit für die Kommune als Träger einfacher. Wenn sich beispielsweise Preise ändern, müsse nicht zusätzlich der allgemeine Teil überarbeitet werden. Laut Schmid gebe es die separate Gebührensatzung mittlerweile in fast allen Gemeinden.

Damit einher geht auch eine leichte Preiserhöhung. Zum September steigt im Kindergarten der Preis pro Betreuungsstunde auf einen Euro, ein Jahr später um weitere fünf Cent. Im Falle der Buchungsgruppe 1 (fünf Tage zu je 4,25 Stunden) verändert sich die diesjährige Monatsgebühr von 76 auf 85 Euro. Eine Erhöhung gibt es auch in der Krippe. Heuer steigt der Stundenbeitrag auf 1,90 Euro, ab September 2018 sind es zwei Euro.

Außerdem wird das Spiel- und Geschenkegeld für Kindergartenkinder zusammengelegt sowie auf jährlich pauschal zehn Euro festgesetzt. Des Weiteren ist die Angabe enthalten, dass Gastkinder aus anderen Orten befristete Verträge haben. Somit entfällt laut Geisberger der Aufwand für die Verwaltung, dass Verträge vor neuen Kita-Saisonen eventuell gekündigt werden müssen.

In der Satzung, die sich um den allgemeinen Betrieb dreht, haben sich laut Schmid keine gravierenden inhaltlichen Änderungen ergeben. Beispielsweise werde jetzt mehr auf klare Definitionen und die Verwendung einheitlicher Begriffe geachtet. Zudem werde der Elternbeirat in der Satzung erwähnt, Buchungszeiten mit Bring- und Abholzeit der Kinder wurden angepasst und Kündigungsfristen verlängert.

Neu ist die Regelung für Geschwister von Gastkindern. „Kinder aus Buch haben ja sowieso einen festen Anspruch auf einen Platz im Kindergarten“, erläuterte Schmid. Die Geschwister von Besuchern aus anderen Orten hingegen haben künftig nicht mehr automatisch Anspruch. Sie werden nur aufgenommen, wenn noch Plätze frei sind. „Für Kinder aus Buch ist das gerechter.“ Geisberger fügte hinzu, dass Bucher Kinder, wenn man so weitergemacht hätte wie bisher, wegen Engpässen noch auf Wartelisten gemusst hätten.

Vom Gemeinderat gab es keine Gegenargumente. Er genehmigte die Änderungen einstimmig.

Markus Ostermaier

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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