+
Ein kleiner Ort , dessen Fahrbahn einfach nicht für viel Lastverkehr geeignet ist, ist Oberndorf. Vor weiteren Schäden an Straßen und Gehwegen möchte die Gemeinde Buch ihren Ortsteil bew ahren.

Gemeindeverbindungsstraße Kaltenbach–Oberndorf 

Nur noch Baufahrzeuge ohne Beladung

Noch immer ist die Straßensperrung für Schwerlastverkehr im Bucher Ortsteil Oberndorf nicht in die Tat umgesetzt worden. Vermutlich wird sie das auch nicht mehr, denn inzwischen konnte ein langersehntes Gespräch mit den Autobahnverantwortlichen geführt werden.

Buch am Buchrain– Aus Verärgerung über die bislang nicht gesprächsbereite Projektgesellschaft Arge hat der Gemeinderat Buch am Buchrain im vorigen November eigentlich beschlossen, die Gemeindeverbindungsstraße Kaltenbach–Oberndorf für Schwerlastverkehr ab 16 Tonnen zu sperren. Von Baufahrzeugen für die Autobahn wird die Straße nämlich bislang unerlaubterweise genutzt, obwohl diese nie im A 94-Straßen- und Wegekonzept dafür vorgesehen war (wir berichteten).

Nachdem einige Fristen nicht eingehalten worden waren, fand 2017 doch noch ein Gespräch mit Autobahndirektion und Projektgesellschaft statt, wie Bürgermeister Ferdinand Geisberger unserer Zeitung schildert. „Wir haben uns geeinigt, dass die vollen Betonmischer nicht mehr unsere Straße benutzen, sondern die Straße Walpertskirchen–Lengdorf.“ Da es sich dabei um eine Kreisstraße handelt, dürfen die Arbeiter dort ohnehin fahren. Der Gemeindechef erklärt weiter, dass ein Kompromiss erzielt worden sei: Es fahren nur noch Baufahrzeuge ohne Beladung über Oberndorf zurück.

Geisberger berichtet von einem „harten Gespräch“ und moniert eine „fehlende Bereitschaft der Autobahn-Verantwortlichen“, sich an den danach vermutlich notwendigen Straßenausbesserungen zu beteiligen. „Der Straßenbestand ist aber aufgenommen, und das wird dann spätestens nach der Fertigstellung der A 94 noch einmal ein Thema werden“, stellt Geisberger klar. Mehr Informationen zu diesem Termin möchte der Bürgermeister in der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 16. Januar, vorstellen.

Fürs Jahr 2018 wünscht er sich nicht nur, dass der Hauptverkehr für die Bauarbeiten „nur noch über das übergeordnete Straßennetz und die Baustraßen erfolgt. Der Verkehr soll außerdem nicht noch mehr werden. Gefühlt hat der Schwerlastverkehr extrem zugelegt.“

Probleme auch beim Gasleitungsbau

Bei diesem Thema fällt Geisberger auch ein zweites Problem ein: die Gasleitung Monaco. Der Bürgermeister ist stark verärgert, was das Verhalten der Baufirmen angeht. „Es gibt einen Planfeststellungsbeschluss, aber Bayernets und die Firmen halten sich nicht daran. Sie nutzen alle Wege, die sie finden können – egal ob sie dürfen oder die Straßen überhaupt für den Verkehr geeignet sind.“

In den vergangenen Monaten ist es Geisbergers Angaben nach „ganz schlimm“ gewesen. Man müsse sich nur ansehen, wie es auf der kleinen Verbindungsstraße Mitterbuch–Reithofen und in deren Umgebung aussieht. „Man kann dort einfach nicht mit Baufahrzeugen fahren, die Straße ist dafür nicht geeignet. Für so etwas muss der verantwortliche Bauherr sorgen.“

Der Bürgermeister hat Bayernets vor Weihnachten noch einmal auf diese Pflicht hingewiesen und will den Bauverkehr im Januar kontrollieren.

Die nächste Ratssitzung

findet am Dienstag, 16. Januar, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Gemeindehauses statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Vergabe der Arbeiten für die Kanalsanierung, der Breitbandausbau für Oberndorf, die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Oberndorf und der Managementplan für das FFH-Gebiet Strogn mit Hammerbach und Köllinger Bächlein.

Markus Ostermaier

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eva Kolenda - beim Spagat bös’ verletzt
Eva Kolenda, frühere Dritte Bürgermeisterin Erdings und langjährige Vorsitzende des Mietervereins, hat sich unprofessionell verhalten.
Eva Kolenda - beim Spagat bös’ verletzt
Luft geholt für neue Investitionen
Die Baugenossenschaft ist wirtschaftlich kerngesund. Am Thermengarten in Altenerding will sie 16 Wohneinheiten mit Tiefgarage realisieren. Auch wenn die Mieten unter dem …
Luft geholt für neue Investitionen
Für gut 500 Realschüler wird‘s ab heute ernst
Für gut 500 junge Frauen und Männer an den vier Realschulen im Landkreis wird’s ernst: Sie legen ab heute ihre schriftlichen Abschlussprüfungen ab.
Für gut 500 Realschüler wird‘s ab heute ernst
Ein Volksfest wie bestellt
Egal, ob Oldtimer-Treffen, Sicherheitslage oder Besucherzahlen: Schaustellerin Gabi Rilke, Festwirt Anton Müller und Bürgermeister Manfred Ranft sind hochauf zufrieden …
Ein Volksfest wie bestellt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.