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Den kirchlichen Segen mit Weihrauch und Weihwasser erhielt das neue Mehrzweckfahrzeug der Bucher Feuerwehr bei sonniger Witterung vor der Pfarrkirche und dem Kriegerdenkmal.  

Feuerwehr Buch am Buchrain

Mit Gottes Segen zu den Einsätzen

Buch am Buchrain – Nach fast 50 Jahren im Einsatz wurde das alte Löschfahrzeug der Feuerwehr Buch, das zuletzt als eine Art Gerätewagen genutzt wurde, in den Ruhestand geschickt. Der neue Mehrzweckwagen fährt mit Gottes Segen.

Die Feuerwehr Buch am Buchrain hatte einst überlegt, keine neuen Fahrzeuge mehr anzuschaffen, bevor das neue Feuerwehrhaus am Haidfeld gebaut ist. Daran erinnerte Kommandant Thomas Steidler am Sonntag in der Pizzeria Gallo Nero.

Mehrere Gründe hätten dann aber doch für einen Kauf schon vor dem Neubau gesprochen. Immerhin habe das alte Einsatzfahrzeug LF 8, das nach der Anschaffung eines aktuelleren Löschfahrzeugs zu einem Kleinalarmfahrzeug umgebaut wurde, in der Gemeinde seit 48 Jahren Dienst geleistet.

Und so kam Anfang November ein neues Mehrzweckfahrzeug hinzu. Gekostet hat es 84 000 Euro, die Regierung von Oberbayern schießt 15 500 Euro zu, einen entsprechenden Anteil übernimmt die Feuerwehr selbst.

Einen Einsatz gab es noch nicht, aber Vorsitzender Martin Roth ist vom ersten Eindruck mit dem Mehrzweckfahrzeug sehr zufrieden. Seinen Aussagen nach achtete die Wehr darauf, dass das Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen nicht überschritten werde, damit auch Besitzer des normalen Pkw-Führerscheins damit fahren können.

Pfarrverbandsleiter Christoph Stürzer betonte beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin die Wichtigkeit der freiwilligen Feuerwehr. „Bei euch geht es nicht um das Herrschen oder um eine Machtposition, sondern um das Helfen, Retten und Dasein für andere.“ Für ihn war die Weihe des neuen Fahrzeugs etwas Besonderes. Vor dem Kriegerdenkmal bat Stürzer bei Sonnenschein um Gottes Segen für den festlich geschmückten Mercedes Sprinter.

„Der Segen ändert natürlich nichts an dem Fahrzeug selbst“, sagte er. „Das Auto bleibt ein Auto, und Blech bleibt Blech.“ Besonders gelte der Segen dagegen den Menschen, die das neue Gefährt nutzen. Der Pfarrer wünschte sich, dass alle Feuerwehrleute damit „wieder gesund und vollständig von den Einsätzen zurückkommen“.

Wie Roth und Steidler erklärten, sind die Verwendungszwecke vielseitig. Der Mercedes Sprinter verfügt über die wichtigste Grundausstattung für Unfallabsicherungen und Erste Hilfe. Außerdem eigne sich das Neufahrzeug auch für Einsatzleitungsbesprechungen oder den Transport von Personal und sonstigem Material. Dass „Feuerwehrpersonal an die Einsatzstelle gebracht wird und nicht mit privaten Fahrzeugen kommen muss“, findet Steidler besonders wichtig.

Neben Kreisbrandrat Willi Vogel gratulierte auch Bürgermeister Ferdinand Geisberger. Er unterstrich die Wichtigkeit des Ehrenamts vor Ort: „Ihr erledigt eure wichtige Arbeit in eurer Freizeit.“ Das Fahrzeug sorge nun für einen noch besseren Ablauf. Geisberger dankte den Vorständen für die aktive Unterstützung bei der Anschaffung. Die Bucher Feuerwehr selbst blickt nun gespannt nach vorne. Steidler: „Das Fahrzeug war nur ein kleiner Schritt für unsere Zukunft. Der weitaus größere steht hoffentlich bald an – der Neubau des Gerätehauses.“

Markus Ostermaier

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