Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Ferdinand Geisberger (CSU): Der 50-Jährige ist seit 2002 Bürgermeister von Buch am Buchrain.

Serie: Halbzeit zwischen den Kommunalwahlen 

„Teilweise steht Eigen- und Parteiinteresse hoch im Kurs“

2014 waren die Kommunalwahlen – Zeit für eine Zwischenbilanz. Heute: Ferdinand Geisberger (50), Bürgermeister von Buch am Buchrain.

Buch am BuchrainNach drei Jahren wollten wir von den amtierenden Bürgermeistern wissen, welche Projekte aus dem Wahlkampf bereits umgesetzt wurden, wo es noch hapert und wie die nächsten drei Jahre aussehen. 

Rückblick auf Ihr Wahlprogramm: Was wurde bereits umgesetzt?

Ferdinand Geisberger:Der Ausbau des Sport- und Freizeitgeländes wird im diesem Jahr vollendet und das Bauleitverfahren für das Einheimischenmodell soll im laufenden Jahr eröffnet werden. Damit hängen auch die Planungen des Geh- und Radwegs nach Haidberg zusammen. Die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs für die Feuerwehr und die Festlegung eines neuen Feuerwehrhaus-Standorts mit Einbindung des Gartenbauvereins wurde umgesetzt. Ein Antrag zur Errichtung eines Radwegs in Richtung Walpertskirchen haben wir an den Landkreis Erding weitergeleitet, ebenso den Antrag zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs für die Gemeinden Buch, Pastetten, Forstern und Wörth. Hier wurden der Landkreis und der MVV mit der Erstellung eines Konzeptes beauftragt. Die Gründung eines Heimatvereins, der schon viele schöne Aktionen veranstaltet hat, erfolgte im Jahr 2016.

Auf dem Kläranlagengebäude ist eine Solaranlage errichtet worden für den Eigenstromverbrauch. Die Haushalte wurden grundsolide erstellt und Überschüsse erwirtschaftet. Beibehalten wurde zudem eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung.

Was wurde noch nicht umgesetzt – und warum?

Geisberger:Ein Mehrgenerationenkonzept konnte noch nicht in Angriff genommen werden, weil ein Standort offen ist und weil Ausweisungen von Bauflächen in unserem Gemeinderat zuletzt, wie bei der Fellnerstraße, nicht unterstützt wurden. Und ohne Fläche gibt es nun mal keinen Standort. Bezüglich der Gestaltung des Ortskerns wurde ein Informationsabend für interessierte Bürger durchgeführt. Aufgrund von möglichen Förderungen wird zur Zeit noch geprüft, bei welcher Stelle das beste Förderprogramm aufgelegt wird. Sondierungsgespräche finden hier noch statt.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrem Gemeinderat?

Geisberger:Meine ersten beiden Amtsperioden als Bürgermeister waren bestimmt entspannter als jetzt, da der Gemeinderat mehr auf die Bedürfnisse der Gemeinde sowie deren Bürgerinnen und Bürgern ausgerichtet war. Im Moment steht teilweise Eigen- und Parteiinteresse hoch im Kurs, hier geht einfach die Erfahrung in der Kommunalpolitik ab.

Was war in den vergangenen drei Jahren als Bürgermeister Ihr schönstes Erlebnis?

Geisberger:Die Übergabe des Förderbescheids zum Breitbandausbau, bei der viele Bürgermeister aus ganz Bayern anwesend waren.

Welches Erlebnis war besonders ernüchternd?

Geisberger:Die abgelehnte Entscheidung des Gemeinderats zur Baulandentwicklung Fellnerstraße, wo kein Kompromiss gefunden werden konnte, um Einheimische bauen zu lassen.

Gibt es etwas, das Sie in den nächsten drei Jahren anders machen wollen?

Geisberger:Nein, eigentlich nicht. Es gibt immer die Möglichkeit, etwas zu verbessern, aber dies passiert meistens aus dem Geschehen heraus.

Vorausschau auf 2020: Machen Sie’s noch einmal?

Geisberger: Natürlich habe ich vor, nochmal zu kandidieren, solange ich gesund bin und mir das Amt des Bürgermeisters Freude bereitet. 

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