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Hammerbach: Anwohner leben jetzt sicherer

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Ökologisch ausgebaut für mehr Hochwasserschutz wurde der vierte Bereich des Bucher Hammerbachs. Bürgermeister Ferdinand Geisberger ist mit dem Ergebnis zufrieden.
Ökologisch ausgebaut für mehr Hochwasserschutz wurde der vierte Bereich des Bucher Hammerbachs. Bürgermeister Ferdinand Geisberger ist mit dem Ergebnis zufrieden. © Markus Ostermaier

Viel investiert hat die Gemeinde Buch am Buchrain in den vergangenen Jahren in den ökologischen Ausbau ihres Hammerbachs. Seit geraumer Zeit beschäftigt die Verwaltung die Renaturierung des vierten Abschnitts im Ortszentrum. Nun ist die Baumaßnahme abgeschlossen.

VON MARKUS OSTERMAIER

Buch am Buchrain – Der mit der Nummer vier definierte Bereich umfasste neben dem Gewässerabschnitt gegenüber der Kindertagesstätte Rosengarten das Gebiet bis zum Regenrückhaltebecken des Baugebiets Pemmeringer Straße/Fellnerstraße. Im September 2020 vergab der Gemeinderat den Auftrag mit 89 200 Euro an die Firma Kopp aus Hohenthann. Zwar steht die Schlussrechnung für das Projekt, das zu 75 Prozent gefördert wird, bislang noch aus. Bürgermeister Ferdinand Geisberger vermutet aber, dass die Kosten im Rahmen bleiben werden.

Die Bauarbeiten am Hammerbach starteten Ende Juli 2021 im Bereich nahe des Regenrückhaltebeckens. Nach dem Humusabtrag wurde der Lauf des Baches etwas verändert und mehr verschnörkelt. Außerdem wurden neue Steinwalzen angebracht und Abwasserrohre integriert. Neu sind laut Geisberger auch zwei Bereiche, die Platz für Fische bieten.

Deutliche Veränderungen am Hammerbach gibt es zudem an der Ecke Rosenstraße/Hauptstraße. Auf Höhe des Kindergartens wurde das Ufer abgesenkt, ein neuer Straßenabwasser-Ablauf gelegt sowie Sitzstufen montiert. Diese waren zwischenzeitlich noch zum Schutz des frisch gesäten Rasens gesperrt, können inzwischen aber genutzt werden. „Außerdem ist nun am Gehweg mehr Platz, und der Bereich ist rollstuhlgerecht“, freut sich der Bürgermeister.

An zwischenzeitlich kleinen Terminverzögerungen war laut Geisberger weniger das häufige Regenwetter der vergangenen Monate schuld, sondern verspätete Materiallieferung. „Ansonsten ist aber alles gut voran geschritten.“ Zum Zeitpunkt unseres Fototermins war nur noch eine Bepflanzung ausstehend. Mit dem Ergebnis ist nicht nur der Rathauschef sehr zufrieden, sondern seinen Aussagen nach auch das Wasserwirtschaftsamt. Aufgrund der jüngsten Starkregenereignisse bedeute die Renaturierung nun mehr Sicherheit für Anwohner, da der Hammerbach wieder mehr Platz habe. „Außerdem ist es natürlich fürs Ortsbild schöner, und ein direkter Zugang zum Gewässer ist nun möglich.“

Der neu ökologisch ausgebaute Bereich grenze nun direkt an den ersten renaturierten Abschnitt an, der sich in den vergangenen Jahren toll entwickelt habe. „Der Bereich ist eine wahre Pracht und ein Dorado für Schmetterlinge und Vögel“, schwärmt Geisberger.

Neben der Firma Kopp, mit der die Kommune bereits beim Ausbau von zwei anderen Bachbereichen zusammengearbeitet hat, dankt der er auch den Anliegern, die teils ihren Privatgrund für die Renaturierung zur Verfügung gestellt haben.

Eine offizielle Begehung des neuen Bereiches wird es aufgrund der aktuellen Lage vorerst nicht geben. Ebenso gibt es derzeit keine Planungen für weitere Ausbaumaßnahmen des Hammerbaches, der oberhalb Mitterbuchs entspringt. Geisberger: „In der nächsten Zeit haben wir erst einmal andere Projekte.“

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