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Der Breitbandausbau ist einer der wichtigsten Posten im diesjährigen Bucher Haushalt.

Haushalt Buch am Buchrain 

620 000 Euro für schnelles Internet

Breitbandausbau, Kanalsanierung und Grunderwerb sind wichtige Ausgabenprojekte im diesjährigen Haushalt der Gemeinde Buch.

Buch am Buchrain– Der Bucher Haushaltsplan für 2018 ist beschlossene Sache. Einstimmig wurde auch die Finanzplanung in der Gemeinderatssitzung abgesegnet.

Zuvor blickte Gemeindekämmerin Doreen Graf auf das vergangene Haushaltsjahr zurück. Der Verwaltungshaushalt schloss mit 2,6 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 2,9 Millionen Euro. Mit 391 000 Euro fiel die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt deutlich höher als geplant (174 000 Euro) aus. Dadurch entfiel sogar die Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 341 000 Euro. Neben Ansatzabweichungen bei den Personalkosten gab es zudem Kostenunterschreitungen beim Straßenunterhalt, Stromkosten und Rechtsstreitangelegenheiten. Ebenfalls zur höheren Zuführung trug das Einnahmeplus beim Einkommensteueranteil bei.

Anlass für den Überschuss im Vermögenshaushalt ist laut Graf, dass der vorgesehene Geh- und Radweg nach Haidberg doch nicht separat, sondern direkt über den Erschließungsträger – das staatliche Bauamt Freising – abgerechnet wird. „Wir hatten diesen Betrag vorsichtshalber eingeplant“, erinnerte sich Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) und antwortete Martin Kern (SPD), dass die Baukosten im Nachhinein nicht über Erschließungskosten auf Anlieger umgelegt werden sollen.

Für 2018 wird der Verwaltungshaushalt der Gemeinde Buch mit 2,7 Millionen Euro angesetzt.

1,6 Millionen Euro Schulden

Die größten Einnahmepunkte sind die Einkommenssteuer (1,1 Millionen) und der Kita-Betriebskostenzuschuss (340 000 Euro). Der Kindergarten gehört mit 676 000 Euro neben der Kreisumlage (723 000 Euro) aber gleichzeitig auch zu den höchsten Ausgaben.

Der geplante Vermögenshaushalt wurde zu Beginn der Sitzung mit einem Volumen von 1,7 Millionen vorgestellt. Investiert wird in Breitbandausbau, Kanalsanierung (je 420 000 Euro) und Grunderwerb (200 000 Euro). Dem gegenüber stehen auf der Einnahmenseite Grundverkäufe (500 000 Euro) und eine Förderung für den Breitbandausbau (485 000 Euro).

Kern fiel auf, dass bei den Breitbandausgaben noch 200 000 Euro fehlen, da 2017 weniger investiert wurde als geplant. Somit erhöhte sich das Vermögenshaushaltsvolumen auf 1,9 Millionen Euro. Das hat zur Folge, dass sich die Rücklagenentnahme auf 660 000 Euro erhöht.

Neue Schulden sollen nicht aufgenommen werden. Derzeit betragen sie 1,6 Millionen Euro und sollen heuer mit 250 000 Euro getilgt werden. Kerns Vorschlag, bei der Breitbandsumme auch den geplanten Ausbau in Oberndorf und Haidberg zu berücksichtigen, lehnte Geisberger ab, da man hier noch am Anfang der Planungen stehe.

Neben dem Haushalt wurde auch der Stellenplan einstimmig genehmigt. Hier gab es lediglich eine Änderung bei den tariflich Beschäftigten. Minijobs im Kindergarten wurden in richtige Mitarbeiterstellen umgewandelt.

Intensive Diskussionen gab es beim Finanzplan für die Jahre 2017 bis 2021. 2019 rechnet Buch mit 2,1 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. 2020 sind es 2 Millionen sowie im Folgejahr 739 000 Euro. Kern regte an, hier bei einem Ratsseminar besprochene Projekte wie die Kindergartenerweiterung zu bedenken.

Kern stimmt gegen Finanzplan

Geisbergers ablehnende Argumentation, die Positionen im Finanzplan seien kein Wunschkonzert, störte Kern vor allem deswegen, da in der längerfristigen Planung auch Themen wie Waldkindergarten oder Fahrzeuge für Feuerwehr und Bauhof aufgelistet sind, deren Umsetzung das Gremium aber noch gar nicht final beschlossen habe. Letztlich stimmte Kern als Einziger gegen den Finanzplan. Markus Ostermaier

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