Der Gründungsvorstand (sitzend, v. l.): Carmen Reinstädler, Ferdinand Geisberger, Birgit Hipper, Wolfgang Hipper und Kurt Kern sowie (stehend, v. l.) Anna Stanner, Margit Kunstwadl, Stefanie Kunstwadl und Balthasar Baumann. foto: ostermaier

Gründungsversammlung

Hipper führt den „Buachna Heimatverein“

Bayerische Kultur und Traditionen pflegen möchte der neu gegründete „Buachna Heimatverein“. Das Bayerisch beginnt schon beim Namen. Nun gibt es auch einen Vorstand. An der Spitze steht ein engagiertes Bucher Urgestein.

Buch am Buchrain – Längere Zeit war es in Buch um den geplanten Heimatverein etwas still geworden. Genau vor einem Jahr war in der Pizzeria Gallo Nero die Auftakt-Informationsveranstaltung gewesen. Jetzt wurde der Verein am Donnerstagabend offiziell gegründet.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger gehört zu den Hauptinitiatoren des Heimatvereins. Dieser soll nicht nur bayerische Kultur, Traditionen und Besonderheiten der Ortschaft wie Dialekt, Brauchtum oder Geschichte bewahren, pflegen und fördern. „Wir wollen die Vergangenheit für die Zukunft festhalten. Ich halte es für eine schöne, wichtige Sache – auch wenn es vielleicht nicht jeder verstehen kann“, sagte der Gemeindechef. In der Zukunft würde man es aber bereuen, wenn man die örtliche Vorgeschichte nicht auf diese Art am Leben halten würde.

Der wichtigste Schritt des Abends war die Wahl des Vorstands, die von Feuerwehr-Chef Martin Roth geleitet wurde. Geisberger stellte sich allerdings nicht als Vereinschef zur Wahl. Stattdessen wurde Wolfgang Hipper, der über 20 Jahre im Gemeinderat saß und die Kommune derzeit unter anderem als Kirchenpfleger unterstützt, zum Vorsitzenden gewählt. Geisberger übernimmt aber das Amt des Stellvertreters.

Zum Kassier bestimmten die 22 Wahlberechtigten Kurt Kern. Schriftführerin ist Birgit Hipper. Die spannendste Wahl war die der Beisitzer, da es doppelt so viele Kandidaten als Plätze gab. Genügend Stimmen erhielten Balthasar Baumann, Ortsbäuerin Anna Stanner und Carmen Reinstädler. Nicht gereicht hat es für Elke Kast, Martin Loidl und Stefanie Kunstwadl. Letztere wurde aber neben Gemeinderätin Margit Kunstwadl zur Kassenprüferin gewählt.

Zwar sagte Hipper noch während der Wahl, dass er das Amt nur für zwei Jahre ausüben möchte und nur, wenn sich kein Jüngerer findet. Schnell zeigte sich aber, dass er mit seinem Fleiß, Interesse und auch Wissen perfekt als Heimatvereinsvorsitzender geeignet ist. „Der Dialekt liegt mir sehr am Herzen“, sagte Hipper. „Man liest so viel Englisch, da dürfen wir unser Bayerisch nicht vergessen.“ Er präsentierte Listen mit altem bayerischem Wortschatz in 20 Rubriken, der vielen heutzutage gar nicht mehr bekannt ist. Der Vorsitzende bat um Ergänzungen von den Mitgliedern.

Einstimmig beschloss man die Vereinssatzung. Dabei wurde auch über den Namen abgestimmt. Zehn Personen stimmten für die Version „Buchner Heimatverein“. Eine knappe Mehrheit sprach sich aber für die bayerische Variante aus: „Buachna Heimatverein“. Der Mitgliedsbeitrag: zehn Euro.

Die Vereinsmitglieder legen demnächst Schwerpunkte fest, auf welche Themen man sich konzentrieren will. Zur Auswahl stehen unter anderem Pflege von Volkstänzen, Sammlungen, Ausstellungen, Veröffentlichung von Info-Blättern oder Liedgut-Pflege. Hipper: „Ich hoffe, wir werden ein Verein, der auch etwas bewegen kann. Auf jeden Fall können wir noch viel über unseren Ort und unsere Heimat lernen.“

von Markus Ostermaier

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