Kaum mehr wiederzuerkennen ist der Hammerbach im Bereich des Kindergartens. Die frühere steile Böschung wurde abgetragen, es gibt neue Sitzgelegenheiten.
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Kaum mehr wiederzuerkennen ist der Hammerbach im Bereich des Kindergartens. Die frühere steile Böschung wurde abgetragen, es gibt neue Sitzgelegenheiten.

Nach Antrag von Parteifreien/SPD informiert Buchs Bürgermeister über den aktuellen Stand

Hochwasserschutz in Buch: Noch läuft nicht alles rund

Angesichts der vielen Niederschlagsereignisse in jüngster Zeit beschäftigt sich auch Buch am Buchrain mit dem Hochwasserschutz in der Gemeinde. Vor allem durch die Hammerbach-Renaturierung hat die Kommune bereits erfolgreiche Vorkehrungen getroffen.

Buch am Buchrain - Auf die Tagesordnung des Gemeinderats gelangt war das Thema aufgrund eines Antrags von Parteifreie Bürger/SPD. Martin Kern, der einzige der drei Antragsteller, der in der Sitzung anwesend war, trug Fragen seiner Gruppierung vor.

Den SPD-Rat interessierte zum einen, welche Maßnahmen aus dem interkommunal erstellten Hochwasserschutzkonzept von 2015 noch umgesetzt werden müssen. Unabhängig von den Maßnahmen am Hammerbach (siehe Kasten) erläuterte Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU), dass im finalen Konzept auf die Freiflächen am Ende der Rosenstraße hingewiesen worden seien. Den damals vorgeschlagenen Graben wollten die betroffenen Anwohner allerdings selbst errichten, informierte der Rathauschef.

Ebenso nicht erfolgreich war die Kommune mit der Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Drosselweg. Bei Verhandlungen mit Privatflächen-Eigentümern „sind wir nicht vorwärts gekommen“, sagte Geisberger. Außerdem schlugen Parteifreie/SPD eine Überprüfung vor, welche Flächen im Gemeindegebiet noch eine Hochwassergefahr darstellen könnten. Der Bürgermeister entgegnete jedoch, dass diesbezüglich bereits vor einigen Jahren das Bucher Gebiet vollständig untersucht worden sei. Michael Rappold (CSU) ergänzte, dass für ihn die Starkregenereignisse am 30. August ein erfolgreicher Test des Bucher Hochwasserschutzkonzeptes gewesen seien. In dieser Nacht habe es Niederschlagshöchstwerte gegeben. Ursprünglich habe Rappold mit einem Einsatz der Feuerwehr gerechnet, welcher jedoch nicht notwendig war. „Der Hammerbach ist im unteren Bereich schön ausgeufert“, berichtete der CSU-Rat von seinen Besichtigungen.

Rappold informierte aber, dass es heuer bereits zwei Überschwemmungen am Pitzer Weiher gegeben habe und das Wasser genau in den Bereich des künftigen Geh- und Radwegs gelaufen sei. Geisberger bestätigte, dass dort das Wasser nicht mehr so gut abfließe. „Da müssen wir uns noch Gedanken machen.“ Der Bürgermeister plant Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt.

Und er berichtete über die kommunalen Regenrückhaltebecken, die regelmäßig gewartet werden. Er lobte den Hintergedanken des Antrags, „dass wir uns mal wieder darüber unterhalten konnten“. Insgesamt ist Geisberger mit dem bestehenden Hochwasserschutz zufrieden: „Wir können etwas entspannter sein, und unsere Feuerwehr kann in Notfällen zu Nachbargemeinden fahren.“

Von Markus Ostermaier

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