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Hohe Nitratwerte im Trinkwasser: SPD-Stammtisch in Buch

Buch am Buchrain – Die aktuellen Nitratwerte des Trinkwasserbrunnens von Buch am Buchrain beschäftigen SPD/Parteifreie Bürger bei ihrem Stammtisch am Dienstag, 14. Februar. Bei dem Thema gehen allerdings die Meinungen auseinander. Entgegen der Gruppierung sieht CSU-Bürgermeister Ferdinand Geisberger nämlich keinen Anlass für neuen Handlungsbedarf bei der weiteren Standortsuche für den neuen Brunnen.

Anlass für die Wahl des Stammtisch-Themas von SPD/Parteifreien ist Bericht der SZ, in dem die Wasserwerte verschiedener Kommunen verglichen worden sind. Demnach hatte der Bucher Brunnen 1 im Jahr 2015 den höchsten Nitratwert (34,7 Milligramm/Liter) im Landkreis. Dies ist für SPD/Parteifreie der ausschlagende Punkt, die Thematik beim Partei-Stammtisch am Dienstag in der Pizzeria Gallo Nero um 19.30 Uhr zu diskutieren.

SPD-Gemeinderat und Kreisvorsitzender Martin Kern erläuterte, dass diese Thematik bereits im Gemeinderat angesprochen worden sei. Ihn bewegt noch eine andere Sache. Gemäß Mineral- und Tafelwasser-Verordnung soll der Nitratgehalt bei der Verwendung dieser beiden Wasserarten für Babynahrung zehn Milligramm pro Liter nicht überstreiten. Im aktuellen Bucher Amtsblatt raten SPD/Parteifreie, den Wert von zehn Milligramm auch beim Leitungswasser zu beachten. Durch den Bucher Nitratgehalt von 34,7 (Stand 2015) sollten Bürger das Leitungswasser also lieber nicht für Babynahrung verwenden, wird in der SPD-Meldung empfohlen.

Kern sagt, dass es beim Stammtisch-Abend „nicht um Panikmache“ gehen soll. „Wir wollen einfach diskutieren, da die Werte ja relativ hoch sind, ob es bei der weiteren Standortsuche nicht Alternativen mit künftig besseren Nitratwerten gäbe.“

Bürgermeister Geisberger sagt, dass er – auch bei Trinkwasserthemen – seine Gemeinde nicht gerne mit anderen Kommunen vergleiche. Auch er verweist auf die offizielle Mineral- und Tafelwasser-Verordnung mit dem Absatz Babynahrung, der aber nur für Mineral- oder Tafelwasser gelte. Beim Leitungswasser betrage der Nitrat-Grenzwert laut Geisberger nicht zehn, sondern 50 Milligramm. „Bei uns werden die erlaubten, bayerischen Grenzwerte also eingehalten“, stellt er klar.

Geisberger erklärt zudem, dass Messwerte beim Trinkwasserbrunnen genau analysiert würden. „Uns ist schon aufgefallen, dass die Werte zuletzt gestiegen sind. In den Jahren zuvor sind sie immer gesunken.“

Auch im Rahmen der Standortsuche für den neuen Brunnen in der Gemeinde werden die Ergebnisse der eingerichteten Messstellen genau betrachtet und ausgewertet. Deswegen sieht Geisberger keinen Bedarf für eine Verfahrensänderung bei der aktuellen Standortsuche. (Markus Ostermaier)

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