Wolfgang Hipper Der engagierte Vorsitzende des Heimatvereins.

Buachna Heimatverein

In einem Jahr schon viel erreicht

Positiv entwickelt hat sich in seinem ersten Jahr der Buachna Heimatverein. Vorsitzender Wolfgang Hipper hat viele Ideen, würde 2018 aber trotzdem gerne die Vereinsleitung abgeben.

Buch am Buchrain 13 Monate sind seit der offiziellen Gründung des Buachna Heimatvereins vergangen. Bereits vor zwei Jahren hat eine Auftaktveranstaltung stattgefunden, bei der Bürgermeister Ferdinand Geisberger, der später Vize-Vereinsvorsitzender wurde, die Beweggründe erläuterte. Mittlerweile habe sich der Buachna Heimatverein zu einer motivierten Gruppierung entwickelt.

Für Vereinschef Wolfgang Hipper ist das erste Vereinsjahr „sehr schnell vergangen“. Gleich mehrere Veranstaltungen wurden 2016 auf die Beine gestellt. Eine Quellenbegehung der Strogen sei ebenso gut angekommen wie ein Vortrag über die regionale Eisenbahngeschichte. Über 100 Personen kamen zudem im Oktober zum Wirtshaussingen in die Pizzeria Gallo Nero. Lediglich ein Ausflug zu einer Bier-Ausstellung konnte mangels Beteiligung nicht stattfinden. „Wir waren mit allem, was wir unternommen haben, sehr zufrieden, und es kam gut an“, resümiert Hipper im Pressegespräch.

Auch bei der Organisation sei immer alles gut gelaufen. Sehr wichtig ist den inzwischen 52 Heimatvereins-Mitgliedern der Dialekt. Als Hippers Vater August 1936 nach Buch kam, fing er an, bayerische Ausdrücke zu sammeln. Unsere Zeitung veröffentlichte im vergangenen Sommer in der Serie „Buachna Boarisch“ einige Ausschnitte der 23-seitigen Mundartforschung. „Das fand ganz großen Anklang, ich wurde in so vielen Orten darauf angesprochen“, erzählt Hipper erfreut.

Der pensionierte Lehrer möchte seine Sammlung mit weiteren bayerischen Ausdrücken von anderen Bürgern ergänzen. Mit seinem Wissen über die bayerische Sprache ging Hipper auch zum Lesekreis der Walpertskirchener Grundschule und las, sang sowie übersetzte mit dem Nachwuchs Dialekt-Texte. „Das hat gut geklappt. Dort wachsen noch viele Kinder bayerisch auf“, berichtet der 69-Jährige. Hipper ist nicht abgeneigt, dies in Walpertskirchen oder einer anderen Schule zu wiederholen, wenn Interesse besteht.

Ideen für neue Aktivitäten gibt es. Am Samstag, 18. Februar, unterstützt der Buachna Heimatverein beim örtlichen Kinderfasching. Außerdem schwebt Hipper vor, bei einer Ausstellung mit Sterbebildern alter Einwohner an die Ortsgeschichte zu erinnern.

Zudem könnte sich der Pensionär vorstellen, irgendwann alte Gerätschaften zu präsentieren, die in den Haushalten mittlerweile aus der Mode gekommen sind. Schon fest geplant sind an den Sonntagen, 21. Mai und 18. Juni, Wanderungen zu Höfen in Mitterbuch beziehungsweise Oberbuch. Hippers Bruder Walter wird über deren Historie erzählen.

Desweiteren werden am 25. März die Residenz München, am 25. Mai das Eisenbahnmuseum Walpertskirchen sowie am 5. November das Heimatmuseum Markt Schwaben besichtigt. Aufleben lassen würde der Verein gerne wieder alte Bräuche wie an Kirchweih.

Auch eine musikalische Veranstaltung soll es 2017 wieder geben. „Wir denken hier besonders an alte Volkslieder, die wir früher auch in der Schule gesungen haben, oder die man jetzt nicht mehr im Radio hört“, erklärt Hipper. Fest terminiert ist ein Hoagarten am Sonntag, 20. August, beim Hacker-Anwesen in Loiperding. Zudem liest Manfred Trautmann am Sonntag, 10. Dezember, im Pfarrsaal bei musikalischer Umrahmung die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma.

Generell findet Hipper Freude an seiner Aufgabe als Vereinschef. „Die Leute machen so gut mit. Das macht Spaß und spornt an.“ Trotzdem sagt der 69-Jährige: „Ich hätte aber nichts dagegen, wenn sich zu den Neuwahlen nächstes Jahr jemand Neuer finden würde.“ Hipper hatte bereits in der Gründungsversammlung angekündigt, dass er das Amt nur zwei Jahre lang machen möchte, denn er ist in Buch auch noch Kirchenpfleger. „Und das nimmt auch viel Zeit in Anspruch.“

Markus Ostermaier

Termin

Die Jahreshauptversammlung mit Rückblick findet am Donnerstag, 30. März, um 19.30 Uhr in der Pizzeria Gallo Nero statt.

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