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Feierlich wurde es, als alle Festgäste unter Begleitung der Isener Blaskappelle die Bayernhymne und die deutsche Nationalhymne sangen.

40 Jahre Heimat-Politik

40 Jahre Heimat-Politik

Buch am Buchrain – Der CSU-Ortsverband Buch-Patetten besteht seit vier Jahrzehnten. Das feierten die Mitglieder mit Reden, Musik und Fußball.

67 Mitglieder, neun Gemeeinderäte und beide Bürgermeister in den Reihen – die CSU Buch-Pastetten steht im Jubiläumsjahr gut da. Nun beging der gemeinsame Ortsverband sein 40-jähriges Bestehen. „Wir feiern gerne, und wir sind ein fester Bestandteil in unseren beiden Gemeinden“, sagte der Bucher Bürgermeister Ferdinand Geisberger über das Fest am Sonntag. Zum Programm gehörten nicht nur Politikerreden. Die Gäste beteten und sangen miteinander. Spannend wurde es am Ende mit der Fußballübertragung der deutschen Nationalelf und eine Gaudi mit dem Musik-Kabarettisten Roland Hefter.

Nach dem Gedenkgottesdienst für verstorbene Mitglieder in der Pfarrkirche St. Martin ging es in einem Festzelt in der Bucher Vorstadt weiter, wo die Buchner Bixn am Vorabend eine 90er-Party veranstaltet hatten.

Geisberger erinnerte an die Anfänge. Bereits vor 1976 hätten die beiden Gemeinden eine Kooperation mit den Christsozialen aus Forstern gehabt. Den Grund für die Trennung konnte Geisberger nicht nennen – er vermutete Meinungsverschiedenheiten. Grundschullehrer Peter Werner habe die Gründung eines eigenen Ortsverbandes vorangetrieben und das Amt des Vorsitzenden übernommen. Zu diesem Zeitpunkt hatten Pastetten und Buch 46 CSU-Anhänger.

1984 gab es in beiden Gemeinden erstmals CSU-Kandidatenlisten. Für ungute Stimmung sorgte damals aber die Tatsache, dass sich CSU-Anhänger auf anderen Listen aufstellen ließen, erzählte der Ortsvorsitzende. Ab den 80er Jahren wurden gemeinsame Stammtische abgehalten.

Geisberger leitet den Ortsverband seit 2009 und spricht von einer positiven Entwicklung. Auch in Pastetten ist mit Cornelia Vogelfänger ein Parteimitglied Chef im Rathaus. Beide sind zudem im Kreistag. „Zwei Mitglieder im Kreistag ist für so einen kleinen Ortsverband eine ganz gute Quote“, fand Geisberger.

„Wir greifen aktuelle politische Themen auf, damals und heute, und haben eine Meinung, zu der wir stehen“, sagte Geisberger. In Anlehnung an die Aussage des englischen Fußballers Gary Linecker, dass im Fußball immer die Deutschen gewinnen, sagte Geisberger mit einem Augenzwinkern: „Zum Schluss soll immer die CSU gewinnen.“

Landrat Martin Bayerstorfer freute sich in seinem Grußwort, „wie fest verankert und stabil die Ortsverbände in den Gemeinden sind“ und betonte die Wichtigkeit des Ehrenamtes. „Demokratie ohne Bürger und Parteien ist nicht möglich“, sagte er.

Ministerin Ulrike Scharf war verhindert, ließ aber ihre Grußworte von Vogelfänger vortragen. „Sie prägen das Gesicht unserer Heimat und haben in Ihren Kommunen viel bewegt“, lobte Scharf den Ortsverband. Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz sagte mit einem Augenzwinkern: „Ihr habt die schönste Bürgermeisterin und den besten Bürgermeister.“

Für gute Stimmung sorgte am Ende Roland Hefter mit seinem Programm „I dad‘s macha“. Der Musik-Kabarettist unterstützt mit seinen Partnern Keller Steff und Michi Dietmayr die Flutopfer in Niederbayern. Die drei haben bereits 14 000 Euro zusammengebracht.

Markus Ostermaier

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