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Der wiedergewählte Vorstand des Buachna Heimatvereins (sitzend, v. l.): Carmen Reinstädler, Wolfgang Hipper und Anna Stanner sowie (stehend, v. l.) Kurt Kern, Margit Kunstwadl, Stefanie Kunstwadl, Ferdinand Geisberger und Balthasar Baumann. Nicht auf dem Bild: Birgit Hipper.

Jahresbilanz des Buachna Heimatvereins

Vom Buachna Boarisch bis zur Heiligen Nacht

Zu einer aktiven Gruppierung mit vielen Ideen und Veranstaltungen hat sich der Buachna Heimatverein zwei Jahre nach seiner Gründung entwickelt.

Buch am Buchrain – In Sachen Vorstand setzen die inzwischen 65 Mitglieder auf Bewährtes. Alle Amtierenden wurden bestätigt.

Dabei machte Vereinschef Wolfgang Hipper keinen Hehl daraus, dass er den Vorsitz gerne wieder abgeben würde (wir berichteten). Nicht weil es ihm keinen Spaß mache, sondern „es wäre für mich eine erhebliche zeitliche Entlastung“, sagte der 70-Jährige in der Jahreshauptversammlung in der Pizzeria Gallo Nero.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger ist von Hippers Engagement als Heimatvereins-Vorsitzender begeistert: „Wolfgang war der beste Mann, den wir hierfür finden konnten. Alles ist immer sehr gut organisiert.“ Zwar fragte Hipper bei den Wahlen noch einmal in die gut besuchte Versammlung, ob sich nicht doch noch ein Nachfolger finde – allerdings ohne Erfolg. Das einstimmige Wahlergebnis nahm der 70-Jährige mit einem Seufzen an.

Ebenfalls wiedergewählt wurden Geisberger als 2. Vorsitzender, die nicht anwesende Birgit Hipper als Schriftführerin und Kassier Kurt Kern. Genauso unkompliziert verlief die Wiederwahl der Beisitzer Carmen Reinstädler, Anna Steutzger und Balthasar Baumann sowie der Kassenprüferinnen Margit und Stefanie Kunstwadl.

In seinen ersten beiden Jahren war der Heimatverein schon äußerst aktiv, wie Hipper zurückblickte. Neben einigen Vorträgen wurden mehrere Museen und Ausstellungen besucht. Es gab im Mai 2017 eine Höfe-Begehung in Mitterbuch mit Walter Hipper, einen Hoagartn und die musikalisch umrahmte Lesung von Thomas „Heilige Nacht“. Eine Sterbebildsammlung mit 1600 Fotos hat Mitglied Martin Loidl zusammengestellt. Hipper: „Das ist ein wertvolles Dokument der Personengeschichte.“

In Erinnerung geblieben ist auch die vom Vereinschef begonnene Mundartforschung. Unsere Zeitung veröffentlichte 2016 Ausschnitte daraus in der Rubrik „Buachna Boarisch“, was laut Hipper „über Buch hinaus sehr großen Anklang fand“. Inzwischen sind es 672 Begriffe, und der 70-Jährige will weitersammeln. Insgesamt wurden in den ersten beiden Vereinsjahren 23 Veranstaltungen organisiert. „Untätigkeit kann man uns nicht vorwerfen“, fand Hipper.

Auch für heuer 2018 sind einige Aktionen geplant, an denen auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können. Am 21. Mai soll eine von Baumann gespendete Sitzbank beim Eichenholz und das ergänzte Kreuz kirchlich geweiht werden. Reinstädler übernimmt am 13. Mai und 17. Juni Kirchenführungen. Im Oktober oder November könnte es wieder ein Wirtshaussingen mit Ernst Schusser geben. Am dritten Adventswochenende würde der Heimatverein gerne im Gemeindehaus eine Krippenausstellung organisieren.

Noch immer eine Rolle spielt für Hipper das alte Feuerwehrfahrzeug LF 8 (Bericht folgt). Zudem beschäftigt ihn das seit mehreren Jahren unbewohnte Herweger Haus, das unter Denkmalschutz steht. Es sei nicht mehr im besten Zustand, aber nach Möglichkeit würde der Vereinschef es gerne sanieren und so einrichten, „wie wir vor 100 bis 150 Jahren gelebt haben“. Für dieses nicht ganz einfache Vorhaben bräuchte man zur Unterstützung unbedingt die Gemeinde. Diese lehnte Geisberger grundsätzlich nicht ab – vorausgesetzt, die Eigentümer sind auch mit im Boot. 

Markus Ostermaier

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