+
Wird künftig mit Erdgas beheizt: Das Gemeindehaus Buch.

Knappe Entscheidung im Gemeinderat Buch am Buchrain 

Gas fürs Gemeindehaus

Das Bucher Gemeindehaus wird auf Erdgas umgerüstet. Der Beschluss dafür fiel denkbar knapp mit nur einer Stimme Unterschied. Ein Grund für die vielen Gegenstimmen: die hohen Kosten des Ingenieurvertrags.

Buch am Buchrain– Gerade noch durchgegangen ist der Gemeinderatsbeschluss zur Umrüstung des Gemeindehauses auf Erdgas – mit nur einer Stimme Mehrheit. Das Ingenieurbüro Vogt aus Erding erhielt vom Gremium die Auftragserteilung.

Schon im November beschäftigte sich das Gremium mit der Umrüstung der bisherigen Ölheizung auf die Erdgastechnik. Da es allerdings noch einige offene Fragen gab, wurde der Tagesordnungspunkt vertagt (wir berichteten). Das Gremium störten beispielsweise die hohen Kosten des Ingenieurvertrags gemäß dem Angebot des Erdinger Büros Vogt (10 100 Euro).

Bauamtsleiter Rüdiger Koppe von der VG Pastetten hatte Ende November dem Finanzausschuss „die Erforderlichkeit der Vergabe der Ingenieurleistungen mit den Vorschriften der beschränkten Ausschreibung“ erklärt, wie Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) es formulierte. Da Koppe in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Buch nicht anwesend war, trug der Rathauschef erneut das bekannte Angebot des Ingenieurbüros Vogt vor.

Zum Leistungsbild für die Heizungserneuerung gehören Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung der Vergabe sowie Objekt- und Bauüberwachung. Die Angebotssumme des Planungsbüros beträgt nach wie vor 10 100 Euro, die Kosten aller erforderlichen Leistungen werden auf 32 200 Euro geschätzt.

Es wurde zudem noch einmal erklärt, dass die Beauftragung des Ingenieurbüros wichtig wäre, „um den Heizungsfirmen für die Angebotseinholung ein neutrales Leistungsverzeichnis mit der Leistungsbeschreibung zur Verfügung zu stellen“. Zudem müsse die Vergabe aufgrund der Herstellungskosten im beschränkten Ausschreibungsverfahren stattfinden.

Martin Dondl (WG) unterstützte die Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro und setzte sich dafür ein, dass bei der Leistungsvergabe auch umliegende Firmen angeschrieben werden. Hier signalisierte Geisberger Zustimmung. Andere Räte waren allerdings noch immer nicht von der Beauftragung überzeugt. „Ich finde die Kosten, vor allem für das Planungsbüro, noch immer zu hoch“, meinte beispielsweise Josef Auer (WG). Matthias Steutzgers (parteifrei) Vorschlag, die Bauleistungen aus Kostenaspekten und taktischen Gründen zu splitten, wurde von Geisberger als nicht sinnvoll erachtet. „Uns war das Angebot am Anfang auch zu teuer, aber wir wollen ja schließlich auch eine sinnvolle Lösung für die Zukunft“, sagte der Bürgermeister.

Günstigere Planungskosten seien auch bei anderen Büros nicht zu erwarten, da die Fachplanung auf Basis einer festgelegten Honorarzone erstellt worden sei.

Beinahe hätte es für den Planungsschritt zur neuen Gasheizung im Gemeindehaus, das unter Denkmalschutz steht, nicht gereicht. Mit 6:5 Stimmen ging die Auftragserteilung gerade noch durch.

Die denkbar knappe Mehrheit beschloss neben der Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Vogt auch die Idee, die Ausschreibung über die Winterzeit 2017/2018 durchzuführen und den Umbau der Heizungsanlage nach der Heizperiode 2018 zu veranlassen.

Markus Ostermaier

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vom Bierteufel zum „10er“
Festlwirt – Kurvenwirt – Bierteufel – Saltire – das Lokal am Ende der Langen Zeile in Erding hatte schon viele Namen und ein lange Geschichte. Jetzt macht es wieder auf …
Vom Bierteufel zum „10er“
Audi-Fahrer mit Brüchen am Brustkorb im Klinikum
Er hatte keine Chance. Auf dem Weg in Richtung Taufkirchen rammte ein Transporter seinen Audi. Der Autofahrer musste am Ende ins Klinikum Erding.
Audi-Fahrer mit Brüchen am Brustkorb im Klinikum
Der Bürgermeister hat keine Zeit für Urlaub
Straßenbauarbeiten, Brückensanierungen, Recyclinghof, Feuerwehrhaus und, und, und: In der Gemeinde Bockhorn gibt es in den Sommerferien viel anzupacken oder zu planen. …
Der Bürgermeister hat keine Zeit für Urlaub
Wie gut, dass es die Rosi gibt
Volksfest ist für Rosmarie Grübel eigentlich das ganze Jahr. Sie zieht von März bis Oktober von Festzelt zu Festzelt. 20 Jahre lang macht die Rosi, wie sie gerufen wird, …
Wie gut, dass es die Rosi gibt

Kommentare