Vorbild Ottenhofen: Wie die im vorigen Jahr eröffnete Meillerwald-Gruppe soll auch der Naturkindergarten in Buch am Buchrain einen oder zwei Bauwagen bekommen.  Das neue Angebot in Buch geht am 14. September an den Start.
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Vorbild Ottenhofen: Wie die im vorigen Jahr eröffnete Meillerwald-Gruppe - hier ein Archivbild von der offiziellen Einweihung - soll auch der Naturkindergarten in Buch am Buchrain einen oder zwei Bauwagen bekommen. Das neue Angebot in Buch geht am 14. September an den Start.

Neues Angebot in Buch am Buchrain – Bauwagen statt Holzhütte

Naturkindergarten startet Mitte September

An die Kapazitätsgrenzen stößt die Kindertagesstätte Rosengarten in Buch. Für die Krippe gibt es bereits Ideen für die zukünftige Gestaltung. Schon etwas weiter ist man bei der Naturgruppe, die Mitte September offiziell startet – wenn auch mit ein paar Übergangslösungen.

Buch am Buchrain – Öffentlich behandelt wurde die Thematik Waldkindergarten zuletzt in der Mai-Sitzung des Gemeinderats. Schon damals bezeichnete selbst Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) die restlich verbleibende Zeit für Planungen bis zum Start des Betreuungsangebots als „sehr sportlich“. Im Gespräch mit unserer Zeitung verdeutlicht er aber nun seine Zusage vom Mai, dass die Kinderbetreuung stattfindet wird – wenn auch noch in abgespeckter Form. Noch immer sind nämlich die Planungen, kurz vor dem Start der Naturgruppe, nicht komplett beendet.

Ein bis zwei Bauwagen statt der geplanten Holzhütte

Beim Bauantrag gab es kürzlich noch eine Änderung, da die Naturschutzbehörde Bedenken wegen der Eingriffe in die Natur geäußert habe. Diese Argumente könne Geisberger nachvollziehen. In einem Ortstermin, an dem neben ihm auch sein Stellvertreter Josef Auer teilnahm, sei allerdings schnell eine Lösung gefunden worden: Anstatt der geplanten Holzhütte sollen nun ein bis zwei Bauwagen beschafft werden.

Geisberger erwartet demnächst die Genehmigung des Bauantrags. Auch bei der Betriebsgenehmigung, die zum Zeitpunkt unseres Gesprächs noch ausstand, macht er sich keine Sorgen. Auf jeden Fall sollen aber die derzeit zehn angemeldeten Kinder ab 14. September schon beim Standort in der Nähe der Waldstraße betreut werden.

Übergangslösung, bis alles unter Dach und Fach ist

Mit den beiden neuen Erzieherinnen und der Zusatzkraft wurde eine Übergangslösung entwickelt. Als Unterstellplatz soll vorübergehend ein Tipi-Zelt dienen, erzählt Geisberger. Die Kompost-Toiletten sowie die Wendefläche sollen bis dahin ebenso vorbereitet sein. Als Ausweichplatz bei schlechter Witterung könnte derzeit noch der Turnraum des Rosengartens benutzt werden, bis die Notunterkunft im Obergeschoss des Sportvereins final geklärt sei.

Die Eltern der angemeldeten Naturgruppe-Kinder werden Anfang September über alle wichtigen Themen informiert. Sobald die Bauantragsgenehmigung vorliege, könnte der erste Bauwagen beschafft werden. Dieser soll auf jeden Fall bis zur kalten Jahreszeit zur Verfügung stehen, versichert Geisberger.

Planungen für Krippenerweiterung laufen

Zuversichtlicher ist er inzwischen auch bei der Belegung der Kinderkrippe. Die hohe Anzahl an Anmeldungen konnte seinen Aussagen nach „betriebstechnisch gelöst werden“. Heißt, die Sondergenehmigung der Erhöhung der Krippenplätze von zwölf auf 14 wurde erneut beantragt. Im Mai besprochene Notfall-Lösungen wie die Nutzung des Pfarrheims oder eines Containers sind also vorerst vom Tisch, erläutert der Gemeindechef.

Indes laufen die Planungen für eine Erweiterung der Krippe. Primär anvisiert wird derzeit jedoch nicht mehr die im Mai 2019 vorgestellte Zukunftsvision, das benachbarte, aktuell bewohnte Grundstück der Hauptstraße 13 für den Kindergarten zu nutzen. Geisbergers neuer Standort-Favorit wäre auf einer Grünfläche in der Nähe des renaturierten Hammerbachs neben der Rosenstraße. Für diese Flurnummer 55 versprach der Gemeinderat im Juli, die eventuelle Neugestaltung der Fläche bei der nächsten Flächennutzungsplan-Änderung zu berücksichtigen. In der Vision des Bürgermeisters wäre sogar angedacht, die komplette Kinderkrippe des Rosengartens an den neuen Standort zu verlegen, wie er auf Nachfrage erklärt.

Markus Ostermaier

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