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Ein beschwingtes Willkommensfest feierte Buch im Mai. Von den damals 14 Asylbewerbern sind nur noch sechs in der Gemeinde.

Von 14 Erstankömmlingen im März

Nur noch acht Flüchtlinge in Buch

Buch am Buchrain - Die Anzahl der in Buch untergebrachten Asylbewerber hat sich auf acht Personen reduziert. Darunter sind nur sechs der anfangs 14 Senegalesen, die im März 2015 am Schmiedberg eingezogen sind.

Still geworden ist es in den vergangenen Monaten um die in Buch am Buchrain untergebrachten Asylbewerber. Auch im Gemeinderat gab es seit mehreren Monaten keinen Sachstandsbericht mehr. Zuletzt war Ende Oktober mitgeteilt worden, dass zu den damals zwölf Flüchtlingen drei zusätzliche Personen in die Wohnhaushälfte am Schmiedberg eingezogen sind. Wie jetzt bekannt wurde, hat sich die Anzahl aber erneut deutlich verringert – auf nunmehr acht.

Durch räumliche Veränderungen ist die Unterkunft mittlerweile aber für 17 Personen ausgelegt. Wie Bürgermeister Ferdinand Geisberger auf Nachfrage erzählt, leben aktuell noch acht Flüchtlinge in Buch. Von den 14 Erstankömmlingen vom März 2015 seien es nur noch sechs.

„Es sind welche freiwillig gegangen, andere sind zu Bekannten oder Verwandten. Von anderen weiß ich es nicht“, berichtet der Bürgermeister. Im Ort gebe es derzeit Gerüchte, dass manchen der Senegalesen die Abschiebung droht. Immerhin gilt ihr Herkunftsland ja derzeit in der Asylpolitik als sicherer Herkunftsstaat. Geisberger sagt dazu: „Wir kriegen es nicht direkt mit, wenn es Anhörungen wegen drohender Abschiebung gibt, und wir möchten uns dort auch nicht einmischen.“ Flüchtlinge seien generell beim Landratsamt meldepflichtig. Wenn sie das nicht tun, verlieren sie ihren Platz in einer Unterkunft.

Da die Bucher Asylunterkunft unterbesetzt ist, rechnet der Rathauschef bald mit neuen Bewohnern. „Noch ist nichts in Aussicht, aber das passiert ja immer innerhalb von ein bis zwei Tagen.“ Geisberger denkt aber, dass der Landkreis darauf achtet, dort möglichst wieder Senegalesen unterzubringen.

Nichts ergeben hat sich bezüglich neuer Flüchtlingsunterkünfte. „Wir haben einige Bürger angesprochen, aber sie waren alle nicht dazu bereit“, erläutert der Gemeindechef. Aus diesem Grund werde sicher irgendwann wieder die Container-Lösung relevant. Hierfür habe Buch am Buchrain aber keine freien Flächen und sei wieder auf Privatpersonen angewiesen.

Im Bucher Helferkreis hört man nach wie vor nur Positives. „Es läuft alles gut. Es gibt keine großen Probleme und keine Polizeieinsätze wie in anderen Gemeinden. Bei uns ist es friedlich“, berichtet Helferin Heike Plattner lächelnd. Sie scherzt, dass sich die Flüchtlinge aktuell angesichts der Jahreszeit wirklich im Winterschlaf befänden.

Ehrenamtliche Frauen geben den Asylbewerbern Deutschkurse. Durch Freifunk ist es den Senegalesen auch möglich, an zwei Laptops mit einem speziellen Programm die Sprachkenntnisse zu vertiefen. Plattner: „Man erkennt nach wie vor Fortschritte.“ Ihren Aussagen nach ist der Helferkreis, der sich jeden ersten Montag im Monat trifft, personell gut aufgestellt. Demnächst wollen die Helfer mit den Flüchtlingen eventuell in die Berge zum Rodeln fahren. Geisberger spricht von einer sehr guten Organisation: „Der Helferkreis ist das Allerwichtigste. Ich habe großen Respekt vor seiner Tätigkeit.“

Von Markus Ostermaier

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