Immer konkretere Formen nimmt die Neugestaltung des Loibl-Areals in Buch an. Vorne links im Bild, direkt an der Straße, ist die Gastwirtschaft zu sehen, daneben die Pension (Bildmitte). Beides soll bestehen bleiben. Hinter der Pension könnten die landwirtschaftlichen Nebengebäude zwei Wohnbaukörpern weichen.
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Immer konkretere Formen nimmt die Neugestaltung des Loibl-Areals in Buch an. Vorne links im Bild, direkt an der Straße, ist die Gastwirtschaft zu sehen, daneben die Pension (Bildmitte). Beides soll bestehen bleiben. Hinter der Pension könnten die landwirtschaftlichen Nebengebäude zwei Wohnbaukörpern weichen. 

Planungen für das Loibl-Areal in der Ortsmitte von Buch

Die Gastwirtschaft soll bleiben

Die Gastwirtschaft im Ortskern von Buch am Buchrain soll bleiben - auch nach der Neugestaltung des Loibl-Areals.

Buch am Buchrain – Die Neugestaltung des Loibl-Areals in Buch am Buchrain nimmt langsam Fahrt auf. Nun steht der Bebauungsplan Ortsmitte, dessen Vorentwurf der Gemeinderat einstimmig genehmigt und somit die vorgezogene Behördenbeteiligung eingeleitet hat. Wichtiger Bestandteil hierbei ist das Gasthaus im Gemeindezentrum, das gemäß aktueller Planungen an gewohnter Stelle bleibt.

Im Dezember wurden erstmals die Ideen von Florian Loibl und seiner Familie in einer Gemeinderatssitzung vorgestellt. Architekt Florian Riesinger vom Büro Arc Architekten hatte damals als eine der beiden Planungsvarianten aufgezeigt, dass das Kult-Gasthaus Brenninger, das derzeit von der Pizzeria Gallo Nero bewirtet wird, für Wohnraum weichen soll. Alternativ hätte man gemäß diesem Entwurf ein kleineres Restaurant oder Café auf der rechten Seite des Loibl-Grundstücks bauen können (wir berichteten).

Als Grundlage des Bebauungsplans wurde nun allerdings die andere Planvariante verwendet. Der Dorfwirt bleibt demnach an gewohnter Stelle. Ob ein Neu- oder Umbau erfolgen soll, ist laut Riesinger noch offen, „aber das Gasthaus bleibt im Wesentlichen wie im Bestand“.

Ebenfalls keine Änderungen wird es bei der Pension geben. Die bestehenden dahinterliegenden landwirtschaftlichen Nebengebäude werden durch zwei Wohn-baukörper ersetzt. Deren Ausrichtung verläuft parallel zur Pension. Neben vier Reihenhäusern könnten etliche Wohnungen entstehen, erklärte der Stadtplaner.

Des Weiteren soll parallel zur Pizzeria auf der derzeitigen Wiese ein kleineres Gebäude für Wohnungen gebaut werden. Vor etwa 200 Jahren sei an dieser Stelle schon mal ein kleiner Stall gestanden, erklärte Riesinger. Rein theoretisch wäre dort auch die Umsetzung einer kleinen Gaststätte möglich. Ansonsten seien auf dem kompletten Areal insgesamt 19 Wohnungseinheiten möglich.

Matthias Steutzger (parteifrei) bereitete das neue rechte Gebäude Sorge. Es könnte das Ortsbild beschädigen und die Sicht auf die Pfarrkirche verdecken, befürchtete er. Laut dem Architekten sollen die Sicht-Auswirkungen aber nicht so groß sein. Parken können Anwohner und Restaurantgäste künftig nur noch auf ausgewiesenen Stellplätzen im Innenhof, hinter dem Gasthaus und neben den Wohnhäusern. Die Stellplätze auf der engen Fläche zwischen Pizzeria und dem Brunnenstraße-Nachbarn seien nur als Notlösung gedacht, erklärte Riesinger auf die kritische Rückfrage von Robert Ulzhöfer (SPD).

Auf einer größeren Grünfläche hinter der Pension könnte zudem ein Gemeinschaftsplatz mit Spielgeräten entstehen. Die Zufahrtsoption für Bauern zu ihren landwirtschaftlichen Flächen bleibe erhalten, teilte der Architekt Ratsmitglied Martin Dondl (WG) mit.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) gab zu bedenken, dass die Carports rechts neben der Pension auch zur Stabilisierung des Erdhügels der Pfarrkirche gedacht waren. Zudem wollte er wissen, wie viele Stellplätze für die Wohnungen in den Neubauten benötigt werden. Da die Anzahl der Wohnflächen noch nicht feststehe, konnte der Architekt diese Frage nicht beantworten. Allerdings ist schon jetzt klar, dass eine Tiefgarage nicht in Frage kommt. Eine Bodenuntersuchung hat in der Ortsmitte einen hohen Grundwasser-Pegel ergeben. „Eine Tiefgarage wäre also schwierig, mit hohem Aufwand verbunden und wirtschaftlich nicht darstellbar“, erläuterte Riesinger.

Der Stadtplaner möchte sich jetzt noch mit dem Landkreis abstimmen, dass die Flächenausweisung des bisher allgemeinen Wohngebiets in ein Mischgebiet geändert wird.

Riesinger selbst war mit dem aktuellen Entwurf zufrieden: „Ich finde die Gestaltung sehr passend, der Plan hat eine stimmige städtebauliche Struktur.“ Das fand auch Geisberger, der sich erneut für den Erhalt der Dorfwirtschaft als gesellschaftlichen und sozialen Treffpunkt stark machte. Außerdem dankte er der Familie Loibl für die Einbindung der Kommune in das Projekt: „Es ist sehr positiv, dass wir so mitgenommen werden.“

Markus Ostermaier

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