Ratsinformationssystem 

Geld für Tablet oder Druckkosten

Der Gemeinderat von Buch am Buchrain macht sich fit für die Digitalisierung.

Buch am Buchrain– Mit einer organisatorischen Zuschuss-Einigung steht der Nutzung des digitalen Ratsinformationssystems (RIS) nun (fast) nichts mehr im Weg.

Wie berichtet, ließ das Thema RIS zum Ende der vergangenen Sitzung die Emotionen noch einmal hochkochen. Über das System, das seit Anfang 2017 testweise in Betrieb ist, erhält das Bucher Gremium seine Sitzungsunterlagen online. 2018 soll das System komplett umgestellt werden. Mehrere Räte kritisierten im November, dass noch immer keine richtige Lösung in Sachen Aufwandsentschädigung getroffen worden sei, da sich das Gremium künftig alle Unterlagen selbst ausdrucken müsse.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) erinnerte daran, dass das RIS für die Verwaltung eine Vereinfachung darstelle. „Man sollte sich nicht dagegen verschließen, man muss sich nur etwas in das System einarbeiten.“ Er empfahl seinem Gremium die Anschaffung eines privaten Tablets. Geisbergers Vorschlag war es, jedem Gemeinderat pro Legislaturperiode einen einmaligen Zuschuss von 100 Euro zu gewähren. Dieser könne dann als Aufwandsentschädigung für Druckkosten oder für die Anschaffung eines Tablets verwendet werden.

Martin Dondl (WG), der im November und schon zuvor öfter das Thema Druckkosten kritisiert hatte, zeigte sich nun reumütig. „Ich werde das in Zukunft nicht mehr anprangern. Ich habe eingesehen, dass sich manche Sachen ändern, und ich werde mich etwas umstellen.“ Das sei nur Gewohnheitssache. Ein Tablet wolle er sich trotzdem nicht anschaffen, „das ist mir zu blöd“. Dondl meinte sogar, dass er den vorgeschlagenen Zuschuss nicht unbedingt brauche.

Bernhard Blasi (CSU) sprach sich für Geisbergers Vorschlag aus. Er werde sich vermutlich ein Tablet kaufen. Margit Kunstwadls (WG) Überlegung von einer gemeindlichen Anschaffung der handlichen Computer, welche die Räte nach der Gemeinderatsperiode wieder zurückgeben, fand wegen der Technik-Weiterentwicklung keinen Anklang.

Letztendlich war es nur Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl (WG), der der RIS-Vorgehensweise und Zuschussregelung von 100 Euro widersprach. Er hatte zuvor von Problemen mit seinem RIS-Account berichtet. Auch Dondl wünschte sich vor der endgültigen digitalen Umstellung noch einen Einweisungstermin. Markus Ostermaier

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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