Gemeinderat Buch am Buchrain

Es schaut gut aus für den neuen Brunnen

Buch am Buchrain – Die Suche nach einem neuen Standort für den Bucher Gemeindebrunnen kommt voran. Erste Probe-Ergebnisse fallen positiv aus.

Die erste Versuchsbohrung am möglichen neuen Standort des Bucher Gemeindebrunnens ist erfolgreich verlaufen. Die Ergebnisse lagen nun dem Gemeinderat vor.

Schon seit Ende der 1950er Jahre befinden sich die beiden Brunnen am nördlichen Ortsausgang von Buch am Buchrain. Das ganze Gemeindegebiet wird von hier mit Wasser versorgt. Allerdings ist die Anlage in die Jahre gekommen und befindet sich im Ortsentwicklungsbereich. Die teils schwierige Suche nach einem neuen Standort startete deswegen bereits im Jahr 1998 (wir berichteten). Seither hat die Kommune schon öfter mit dem Ingenieurbüro für Grundwasser und Umweltfragen (IGWU) aus Markt Schwaben zusammengearbeitet.

Diplom-Geologe Ulrich Scheubeck blickte nun auf die erste Versuchsbohrung im Jahr 2000 beim Urbahnholz in der Nähe des Bereichs Tannenhof zurück. Über die Jahre seien dort vier weitere Messstellen eingerichtet worden. Es habe immer wieder neue Entwicklungen gegeben – entweder schwankten die Werte, oder der Tannenhof-Grundbesitzer wollte den Standort nicht mehr, berichtete Scheubeck. „Es wird, auch wegen der Schutzgebiete, immer schwieriger, Grundstücke für Brunnenstandorte zu finden.“

Vergangenen Mai entschied sich der Gemeinderat für eine neue Versuchsbohrung im Urbahnholz. Der IGWU-Mitarbeiter erklärte: „Unsere erhofften Werte wurden erfüllt. Die Ergebnisse sind sehr gut, und wir haben sehr viel Wasser gefunden – beim Pumpversuch zehn Liter pro Sekunde. Die Entnahmemenge wäre also mehr als ausreichend.“ Auch die chemische Untersuchung habe keine negativen Auffälligkeiten ergeben. Der Nitratgehalt des Wassers lag beispielsweise bei 32 Milligramm pro Liter. „Wir liegen also deutlich unter den Grenzwerten der Trinkwasserversorgung.“

Scheubeck schlug vor, in die Messstellen so genannte Messdatensammler einzubauen, um kontinuierlich Ergebnisse aus dem Standortumfeld zu erhalten. Dank der Ergebnisse könnten danach die Messungen gezielt durchgeführt werden. Dagegen hatte der Rat nichts einzuwenden.

Die Fragen von Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl (WG) und Matthias Steutzger (parteifrei) drehten sich um die angrenzende und voranschreitende Autobahn-Baustelle. „Hat die Autobahn, zum Beispiel wegen der Pfähle für die Brücken, Einfluss auf das Grundwasser?“, fragte Kunstwadl. Die selbe Frage stellte er auch in Bezug auf die Mobilfunkmast-Baustelle. Beides wurde vom Spezialisten verneint. „Da würde ich mir weniger Bedenken machen. Die Erdschichten sind ja viel tiefer, und es ist wahrscheinlich eine andere Schicht, aus der wir das Wasser holen“, so Scheubeck.

Steutzger regte dennoch an, von den Autobahn-Verantwortlichen Auswertungen anzufordern, ob nicht doch Einschränkungen oder Gefährdungen für das Brunnenwasser bestehen könnten. Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) sagte: „Es gibt immer wieder Hürden, aber langsam fügt sich das Puzzle zusammen.“

von Markus Ostermaier

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