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Die ungewöhnliche Kulisse mit verschärften Rahmenbedingungen bestimmte auch die Sitzung des Bucher Gemeinderats – der ersten Zusammenkunft seit Ausbruch der Corona-Krise.

Schließung der VR-Bank im Ort

Buch kämpft um den Erhalt der Bank-Automaten

Buch kämpft um den Erhalt der Bank-Automaten Schließung der VR-Bank-Filiale Thema im Gemeinderat – Gemeinde bietet Stellflächen an – Wohin mit dem Defi?

Buch am Buchrain– Nach zweimonatiger Pause tagte der Gemeinderat Buch im Mai erstmals wieder. Neben den organisatorischen Themen für die neue Amtsperiode (wir berichteten) beschäftigte das Gremium in seiner konstituierenden Sitzung sonst nur ein Thema: die Schließung der VR-Bank-Filiale an der Hauptstraße.

Nach Schließung der Filiale: Wohin mit dem Defibrillator?

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) bedauerte erneut, dass die Kommune vor vollendete Tatsachen gestellt worden und die Kommunikation spät erfolgt sei. In einem Brief an die VR-Bank-Vorstände, der unserer Zeitung vorliegt, kämpft Geisberger vor allem um den Erhalt der Selbstbedienungsautomaten. Der Rathauschef schildert in dem Schreiben die künftige Entwicklung der Gemeinde durch Zuzüge oder die Nähe zur A 94. Geisberger machte der VR-Bank zudem das kooperative Angebot, dass die Kommune kostenlos eine Fläche für die Automaten zur Verfügung stellen würde. Der geforderte Gesprächstermin konnte wegen der Corona-Krise noch nicht stattfinden.

SPD-Rat Robert Ulzhöfer gab zu bedenken, dass es durch die Schließung der Bankfiliale auch keinen Platz mehr für den dort stationierten Defibrillator gebe. Dies ist auch dem Bürgermeister bewusst. „Im Moment fällt mir auch nicht sofort ein geeigneter Platz ein“, gab er zu und deutete an, Gespräche mit Feuerwehrkommandant Thomas Steidler (CSU) führen zu wollen. Möglicherweise könne der Defi beim neuen Gerätehaus stationiert werden. Um die Sicherheit des medizinischen Notfallgeräts zu gewährleisten, schlug Matthias Steutzger (parteifrei) die Einrichtung einer Notfallsäule vor, wo dann der Zugriff zum Defi nur bei Bedarf freischaltet werde.

„Gewaltige Einschränkungen“ durch Corona

Die Sitzung in Buch fand, wie überall, unter komplett anderen Rahmenbedingungen statt. Der Gemeindehaus-Saal im Erdgeschoss wurde zum Sitzungssaal umfunktioniert. Es galten strenge Sicherheitsabstände, für Gemeinderäte und Zuhörer gab es getrennte Eingänge. Nur elf Gäste können derzeit die Sitzungen besuchen.

Auch für den Gemeinderat ist die vorübergehende Sitzordnung gewöhnungsbedürftig. Ulzhöfer unterstützte seinen Wortmeldungswillen einmal mit der Handytaschenlampe, da er in der letzten Reihe von Geisberger längere Zeit nicht wahrgenommen worden war.

Der Rathauschef sprach von „gewaltigen Einschränkungen“ durch die Corona-Krise und bedauerte, dass er die ausgeschiedenen Gemeinderäte Martin Kunstwadl und Martin Ostermeier in der alten Periode nicht mehr verabschieden konnte. Das soll nachgeholt werden. Dennoch solle das demokratische Wirken künftig nicht mehr komplett flachliegen: Ab sofort sind wieder monatliche Sitzungen geplant.

Vereine dürfen Gemeindehaus-Saal nutzen

Den örtlichen Vereinen bot Geisberger zudem an, den Gemeindehaus-Saal mit den vorbereiteten Sicherheitsabständen kostenlos für Vorstandssitzungen nutzen zu können. VG-Geschäftsstellenleiter Gottfried Prostmeier erwähnte, dass seit der letzten Sitzung im März mehrere Bebauungspläne von Geisberger im Rahmen seiner Befugnisse bearbeitet worden seien. Das Gremium soll darüber noch informiert werden.

Markus Ostermaier

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