Eine andere Art der Kinderbetreuung ist künftig im Bucher Sportheim vorgesehen. Das erste Stockwerk über dem Stüberl soll als Schutzraum der Naturgruppe dienen.
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Eine andere Art der Kinderbetreuung ist künftig im Bucher Sportheim vorgesehen. Das erste Stockwerk über dem Stüberl soll als Schutzraum der Naturgruppe dienen.

Waldkindergarten Buch darf Obergeschoss nutzen – Zweiter Rettungsweg fehlt noch

Schutzraum im Sportheim

Seit gut einem Monat läuft der Bucher Naturkindergarten. Als Schutzraum soll künftig das Obergeschoss des Sportheims dienen - doch dafür muss erst ein zweiter Rettungsweg her.

Buch am Buchrain – Der Betrieb in der Naturgruppe der Bucher Kindertagesstätte Rosengarten läuft inzwischen seit gut einem Monat. Nun schreiten auch die organisatorischen Planungen für dessen Schutzraum voran. Vorübergehend dient dafür noch der Sportraum des Rosengartens an der Hauptstraße. Damit künftig das Obergeschoss des örtlichen Sportheims von der Waldkita genutzt werden darf, muss dort aber erst ein zweiter Rettungsweg errichtet werden.

Bekanntlich ist es eine Vorgabe, einer Naturgruppe einen Rückzugsort zur Verfügung zu stellen, falls die Witterung zu schlecht und gefährlich ist. Die Planungen hierfür gibt es bereits seit einigen Jahren, informierte Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) in der Gemeinderatssitzung.

Der Sportverein hatte schon vor zwei Jahren keine Einwände dagegen, das Obergeschoss des Vereinsheims als Schutzraum auszuweisen, da es bislang nicht regelmäßig genutzt worden sei. Inzwischen wird das obere Stockwerk zwar für ein Sportangebot genutzt, kann aber dennoch als Kita-Schutzraum ausgewiesen werden. Dafür ist allerdings eine Umbaumaßnahme notwendig, die der SV laut Geisberger streng genommen schon für seine aktuelle Raumbelegung vornehmen hätte müssen: ein zweiter Rettungsweg.

Dafür hat die Kommune nun Planunterlagen anfertigen lassen. Der Standort und wie der zweite Fluchtweg optisch aussehen soll, ist allerdings noch nicht final geklärt.

Vize-Bürgermeister Josef Auer (WG) berichtete von einem Ortstermin mit dem SV-Vorstand, der noch einmal wegen einer anderen Platzierung der Rettungstreppe verhandeln möchte. Der in der Sitzung für einen anderen Tagesordnungspunkt anwesende Architekt Thomas Binkert informierte, dass aktuell vorgesehen sei, ein bestehendes Fenster durch eine Tür zu ersetzen. Dies sei die kostengünstige Lösung. Zimmerer Martin Dondl (WG) bestätigte, dass beim Bau eines Fluchtwegs auf der Südseite der Kostenaufwand wohl viel höher wäre.

Gemäß der aktuellen Planungen ist es notwendig, bei der Treppe zum Schutz der Kinder ein Zwischenpodest einzubauen, ergänzte Auer und kommentierte zum zweiten Rettungsweg: „Er schaut schon mächtig aus auf der Skizze.“

Für die Bedenken des Sportvereins hatte auch Geisberger Verständnis. Die finale Gestaltung und Anordnung der Fluchttreppe soll noch besprochen werden.

Margit Kunstwadl (WG) erkundigte sich, ob die Gemeinde die vollen Umbaukosten tragen wird, „weil eigentlich hätte doch der SV den Fluchtweg auch schon gebraucht?“ Dem stimmte Geisberger zwar zu. Allerdings sollte seiner Meinung nach trotzdem die Gemeinde zahlen, „da wir es verursachen und den Raum künftig nutzen“.

Der Beschluss für die Nutzungsänderung und der Auftrag für die damit verbundenen weiteren Planungen war trotz der Kostenfrage einstimmig.

Desweiteren informierte Auer, dass sich das Personal der Naturgruppe gerne der Bevölkerung vorstellen würde. „Wenn sie das schon von sich aus anbieten, sollten wir das annehmen. Eine Art Tag der offenen Tür wäre sicher trotz Corona möglich“, befand der Vize-Bürgermeister. Ebenso regte er an, bei der Waldkita den Bereich neben dem Wendeplatz, der von den Bauarbeiten noch sehr matschig sei, etwas zu optimieren. „Mal sehen, was wir da machen können“, antwortete Geisberger zu beiden Themen.

Markus Ostermaier

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