Auf einige Jahrzehnte Laufzeit blickt Bürgermeister Ferdinand Geisberger beim Bucher Gemeindebrunnen zurück. Im Hintergrund das Gewerbegebiet im Norden der Gemeinde. foto: mot

Suche nach geeignetem Standort für den neuen Gemeindebrunnen

Schwierige Suche nach Brunnenstandort

Buch am Buchrain - Aufmerksame Zuhörer in den Bucher Gemeinderatssitzungen können es bestätigen. Immer wieder fällt ein Satz zur Standortsuche für den neuen Gemeindebrunnen.

  Erst im Januar sagte ein Gemeinderat bei einem ganz anderen Thema: „Das mit dem neuen Brunnen kann ja noch ein paar Jahre dauern.“ Da es um Grundstücksangelegenheiten geht, wurde das Thema Brunnen in den letzten Jahren auch nie richtig öffentlich behandelt.

Ende der 50er Jahre wurde der jetzige Brunnen gebaut. Er befindet sich am nördlichen Ortsausgang in der Nähe des kleinen Bucher Gewerbegebiets und unmittelbar neben einem Damwildgehege. Dort liegt das Brunnen-Gebäude etwas versteckt, umringt von mehreren Bäumen. Das ganze Bucher Gemeindegebiet wird von hier mit Wasser versorgt.

Die Suche nach einem neuen Standort zieht sich mittlerweile schon relativ lange hin – nämlich seit 1998. Bürgermeister Ferdinand Geisberger erläutert auf Nachfrage, dass die Nitrat-Werte im Wasser zwar nie über dem Grenzwert lagen, in der Vergangenheit aber auch nicht immer komplett zufriedenstellend waren. Maßnahmen zur Sicherung des Standorts hätten die Gemeinde einen gewissen Aufwand gekostet, erklärt der Bürgermeister.

Ende der 90er Jahre wurde in der Kommune kurz über eine Brunnen-Verlegung in Richtung Mitterbuch nachgedacht. Auch die Ortsteile Kaltenbach, Hausmehring und Hammersdorf standen Geisbergers Aussagen zufolge in den letzten Jahren schon mal zur Debatte. Fünf Messstellen wurden insgesamt über die Zeit eingerichtet. Durch die Bohrungen konnte man feststellen, wo überhaupt genügend Wasser vorhanden wäre. „Wir hatten zwei Trockenbohrungen. Diese Bereiche waren somit auch nicht geeignet“, berichtet der Gemeindechef.

Geisberger verrät, dass aktuell der Ortsteil Tannenhof untersucht wird und man in Gesprächen mit einem Grundstückseigentümer steckt. Sollte es wirklich auf diesen Gemeindebereich hinauslaufen, wäre der neue Brunnen gar nicht so weit entfernt von seinem alten Platz. Eine Kostenschätzung für den Neubau gibt es noch nicht, da unter anderem auch die Erschließungslänge vom neuen Standort abhängig ist.

Der Gemeindechef denkt, dass der Bau nicht vor 2018 oder 2019 erfolgen wird. Davor muss natürlich noch das aufwendige Wasserrechtsverfahren durchgeführt werden. Die Auslegungsdauer beträgt schon mal ein ganzes Jahr. Geisberger: „Das Wichtigste aber ist bei diesem Thema, dass davor mit dem betroffenen Grundstückseigentümer alles geklärt ist. Sie müssen wissen, was auf sie zukommt.“

Von Markus Ostermaier

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