Stellwerksstörung: Verzögerungen und Teilausfälle auf der Stammstrecke

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Straßensperrung für Schwerlastverkehr

Buch sucht Konfrontation

Die Gemeinde Buch am Buchrain verhärtet ihren Kurs gegenüber der Arge A 94. Da sich die Autobahnbau-Projektgesellschaft nicht wirklich gesprächsbereit zeigt, lässt die Kommune jetzt die Gemeinde-Verbindungsstraße nach Oberndorf für den Schwerlastverkehr sperren.

Buch am Buchrain Die Bucher sind sauer auf die Arge A 94. Schon immer hat den Gemeinderat gestört, dass die Autobahn-Baufahrzeuge die Gemeindeverbindungsstraße Kaltenbach-Oberndorf benutzen. Diese Straße war nämlich offiziell niemals dafür vorgesehen und ist nicht im A 94-Straßen- und Wegekonzept enthalten.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) erklärte, dass bereits im Sommer das erste Gespräch mit einem Arge-Vertreter stattgefunden habe und der Straßenbestand aufgenommen worden sei. Seinen Aussagen nach werde die Straße zum Ortsteil Oberndorf nämlich „sehr stark befahren von Betonmischern und Kieslastfahrzeugen, obwohl sie nie dafür vorgesehen war. Aber dass es einmal so kommt, haben wir schon fast befürchtet.“ Zuletzt war es laut dem Rathauschef aber sehr ruhig geworden, und die Arge habe nicht mehr auf Anrufe oder E-Mails reagiert. Geisberger informierte, dass der Baugesellschaft zwei Wochen vor der Sitzung noch einmal geschrieben worden war: Wenn bis zum Sitzungstag kein Angebot der Arge zur Wiederinstandsetzung der Oberndorfer Straße eingehe, werde der Gemeinderat über eine Straßensperrung diskutieren.

Und so kam es dann auch. Die Benutzung der Straße soll nun für Schwerlastverkehr von 16 Tonnen verboten werden. „Mir ist bewusst, dass auch andere mit ihren Lastwagen die Straße benutzen, aber wir müssen nun gegenüber der Arge einfach ein Zeichen setzen“, sagte Geisberger. „Sie müssen uns eigentlich ein Angebot machen und mit uns verhandeln, aber die wollen das im Moment einfach nur aussitzen“, vermutete der Gemeindechef.

Bei der Straßensperrung soll es aber auch Ausnahmen geben. Für den landwirtschaftlichen Verkehr ist die Durchfahrt sowieso frei. Außerdem wird es Sondergenehmigungen für Firmen geben. Geisberger antwortete Martin Dondl (WG), dass es diese vorerst aber nur für einheimische Betriebe gebe. Margit Kunstwadl (WG) berichtete von Schildern, auf denen explizit nur für Autobahn-Fahrzeuge die Durchfahrt verboten werde. Laut dem Bürgermeister ist so etwas in Oberndorf aber nicht möglich, da es sich um eine öffentliche Straße handle.

Ansonsten unterstützte das Ratsgremium den Vorschlag der Straßensperrung, voraussichtlich ab Mitte November, einstimmig. „Das hätten wir schon lange machen sollen“, meinten gleich mehrere Gemeinderäte. „Wir sollten das noch mit einem Anwalt untermauern, damit wir der Arge mal mehr auf die Füße steigen“, schlug Robert Ulzhöfer (SPD) noch vor. Vizebürgermeister Martin Kunstwadl (WG) empfand es als sinnvoll, dass die Polizei immer wieder Kontrollen durchführen wolle. „Wir sind dann natürlich auch auf die Anwohner angewiesen, falls wieder Baulastverkehr unterwegs sein sollte“, ergänzte Geisberger.

Markus Ostermaier

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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