Neue Trends: Die Buchenlaubschützen bieten Blasrohr- und Bogenschießen sowie das Training mit dem Lichtgewehr an. Beim Schnupperkurs konnten die Teilnehmer verschiedene Sportgeräte ausprobieren. Foto: Vogel

Buchenlaub Buch

Trends von Blasrohr bis Lichtgewehr

Buch am Buchrain – Gewehr und Pistole? Gibt’s schon lange. Pfeil und Bogen? Inzwischen auch schon weit verbreitet. Doch Blasrohrschießen? Der Trendsport ist ganz neu im Repertoire der Schützenvereine. Und dank dem Lichtgewehr können schon Sechsjährige im Verein schießen.

Die Bucher Buchenlaubschützen wollen mit neuen Trendsportarten junge Leute für ihren Verein gewinnen. So wird jetzt auch Blasrohr- und Bogenschießen angeboten. Außerdem kann man mit dem Lichtgewehr trainieren, das für Kinder ab sechs Jahren zugelassen ist. Bei einem Schnupperkurs waren die Besucher dazu eingeladen, sich über die Aktivitäten zu informieren und die Sportgeräte selbst auszuprobieren.

Der Verein hat 250 Mitglieder und ist seit 20 Jahren auf Bezirksebene sportlich unterwegs. „Wie kann man die Jugend für den Schießsport begeistern?“, umriss Schützenmeisterin Marianne Köck die zentrale Frage. Man entschied sich, mit neuen Angeboten neue Wege zu gehen, darunter das Blasrohrschießen. „Viele Vereine haben das noch nicht“, sagt Köck.

Wichtig sei dabei, mit dem Mund den Druck gezielt aufzubauen, und richtig in das federleichte, mehr als einen Meter lange Rohr hinein zu blasen. „Da macht’s die Übung“, berichtete Köck aus der Praxis. Geschossen wird beim Blasrohrschießen mit Pfeilen auf Scheiben. Aber es gibt auch 3D-Meisterschaften, bei denen Tiernachbildungen aus Kunststoff als Ziele dienen.

Gut für die Lunge

Laut Bayerischem Sportschützenbund (BSSB) ist Blasrohrschießen für jedes Alter geeignet. „Wer eine Kerze ausblasen oder einen Kern ausspucken kann, erfüllt schon die Grundvoraussetzungen“, heißt es auf der Homepage des BSSB. Neben viel Spaß biete diese Disziplin noch weitere positive Aspekte – es steigere die Konzentrationsfähigkeit und vergrößere das Lungenvolumen. Und auch Menschen mit Handicap sind davon nicht ausgeschlossen. Besonders Rollstuhlfahrer könnten durch das tiefe Ein- und schnelle Ausatmen die Lungenfunktion deutlich verbessern.

Mit dem zwei Kilo leichten Lichtgewehr – zum Vergleich: ein Luftgewehr wiegt mehr als fünf Kilo – dürfen bereits Sechsjährige munitionsfrei schießen. Sportleiter Gerhard Schuller erläuterte, dass man damit die sportlichen Leistungen frühzeitig aufbauen könne und bei Wettbewerbsvorbereitungen Zeit gewinne. Denn mit dem herkömmlichen Gewehr dürfe man in der Regel erst ab einem Alter von zwölf Jahren schießen. Da die Schülerklasse mit 14 Jahren zu Ende sei, blieben so nicht viele Übungsjahre.

Das Lichtgewehr funktioniere von der Präzision her wie ein Luftgewehr. Grundsätzlich schule man Feinmotorik, Muskelgefühl und Konzentration, die im gezielten Augenblick präzise abrufbar sein müsse. Schuller: „Absolute Konzentration ist das Schwierigste am Schießsport.“ Denn die Psyche spiele eine große Rolle. Diese Fähigkeit über den Sport zu erwerben, habe grundlegende Vorteile. „Hyperaktive Kinder werden ruhiger“, erläuterte Köck.

Ob Blasrohr, Pfeil und Bogen, Lichtgewehr, Luftpistole oder Luftgewehr – der sorgsame Umgang mit dem Sportgerät stehe in den Vereinen an oberster Stelle. „Als erstes werden die Sicherheitsbestimmungen vermittelt“, informierte der Sportleiter.

Bei Buchenlaub ist montags und freitags ab 18 Uhr das Training für Pistole, Gewehr und Blasrohr. Bogenschießen wird dienstags und freitags ab 18 Uhr angeboten.

Weitere Infos

gibt’s auf www.buchenlaub.de.

Vroni Vogel

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