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Hier entstehen Hits: Saint WKND in seinem Zimmer und Musikraum. Viele Jahre lang hatte Max Seethaler Gitarrenunterricht. Piano und dem E-Drums hat sich der 21-jährige Bucher selber beigebracht. Eventuell möchte er auch mal Gesang ausprobieren.

Vollgas beim Tomorrowland

Max Seethaler aus Buch am Buchrain hat es geschafft: vor vielen Jahren startete er seine DJ-Tätigkeit, und heute ist er als Saint WKND so erfolgreich, dass ihn das Plattenlabel Sony RCA unter Vertrag genommen hat. Am kommenden Samstag legt er in der Erdinger Diskothek Penthaus auf. Wir sprachen mit dem Musiker.

Max Seethaler aus Buch am Buchrain hat es geschafft: vor vielen Jahren startete er seine DJ-Tätigkeit, und heute ist er als „Saint WKND“ so erfolgreich, dass ihn das Plattenlabel Sony RCA unter Vertrag genommen hat. Am kommenden Samstag legt er in der Erdinger Diskothek Penthaus auf. Wir sprachen mit dem Musiker.

Glückwunsch erst einmal zu Ihrem Erfolg bei Sony RCA! Seit wann ist denn der Plattenvertrag in trockenen Tüchern?

Max Seethaler: Ende November habe ich die Nachricht bekommen, seit Januar ist alles sicher und unterschrieben. Musikverträge sind aber nicht auf Jahre befristet, sondern auf Lieder. Meiner umfasst erst einmal 50 Einzeltitel.“

Wie hat denn Ihr Umfeld auf diese Neuigkeit reagiert?

Max Seethaler: Viele haben mir gesagt, sie hätten großen Respekt vor mir und finden es gut, dass ich mein Ding so durchziehe. Nun ist es wirklich kein reines Hobby mehr, sondern purer Ernst - wenn man das überhaupt so nennen kann, wenn es einem Spaß macht.“

Wie waren die ersten fünf Monate von 2016 für Sie? Konnten Sie für einen Monat zu Ihrem Management nach Los Angeles fliegen?

Max Seethaler: Sehr schön. Ich habe unter anderem schon in Blackpool, London oder Frankreich aufgelegt. Das mit LA hat sich anders ergeben- und ich wollte dann doch ein paar andere Auftritte wahrnehmen. Außerdem ziehe ich nächsten Monat nach Erding.

An Ihrer eigenen Musik für Sony haben Sie aber trotzdem gearbeitet, oder?

Max Seethaler: Ja, eigentlich habe ich sogar schon im Oktober damit angefangen und in Australien etwas im Studio aufgenommen. Vieles ist auch in meinem Zimmer Zuhause entstanden oder eben in London. Dort war ich für mehrere Tage in dem Studio ‚Gin Factory’. Hier entstanden bei den Studio-Sessions vier bis fünf Lieder.

Beschreiben Sie mal: Wie sieht so eine wichtige Musikproduktion aus?

Max Seethaler: Ich habe bei den Studio-Sessions immer Melodien auf dem Piano vorgespielt. Daraus entstanden dann in gemeinsamer Runde die Lieder. Ich finde es sowieso viel cooler, wenn man etwas aus dem Nichts erschafft als wenn schon die ganze Melodie fertig wäre und nur noch der Gesang fehlen würde. Den Songtext schreiben dann Andere. Englische Texte verfassen ist schon schwierig.

Ihr Part bei der Produktion klingt schon nach einer großen Herausforderung. Wie ging es Ihnen dabei?

Max Seethaler: Es gibt ja auch Künstler, die nicht selbst produzieren. Wenn aber mein Name draufsteht, ist er auch drin. Mir ist wichtig, dass ich bei dem ganzen Prozess dabei bin und alles selbst mache. Bei manchen Sessions dauert es keine fünf Minuten und es gibt einen magischen Moment. Manchmal muss man aber auch lange überlegen, bis etwas Gutes dabei herauskommt – also wie bei der normalen Arbeit.

Macht eigentlich das Musiklabel Vorgaben, wenn es an die Produktion geht?

Max Seethaler: Wir hatten Anfang des Jahres ein Gespräch. Sony hat mich dann nach meiner Vision gefragt und unterstützt mich seitdem bei meinem Weg. Das Label hat ja auch gute Kontakte. Ich habe ein Team, das hinter mir steht und alle glauben an mich – das ist ein tolles Gefühl.

Wann gibt es dann die ersten neuen Stücke zu hören?

Max Seethaler: Wahrscheinlich noch diesen Sommer gibt es die erste EP mit circa vier Liedern. Eventuell im Herbst kommt dann die zweite EP und danach vielleicht ein richtiges Album. Ob es dann auch richtige CDs gibt, weiß ich gar nicht. Aber die Musik erscheint auf jeden Fall digital.

Um was geht es bei dem ersten Mini-Album?

Max Seethaler: Es heißt wahrscheinlich „Golden Youth“, und es geht um die Lebensinhalte eines Jugendlichen mit Problemen, Liebe und Enttäuschungen. Das Veröffentlichungsdatum des Albums steht noch nicht fest, aber es wird wahrscheinlich Juli.

Sony wird Ihre Musik sicherlich promoten, oder?

Max Seethaler: Ja, da wird sich das Label noch etwas überlegen. Durch Danny Howard, Labelchef und Moderator beim Radiosender BBC Radio one habe ich schon gute Kontakte zum Radio. Es heißt ja immer, was in London erfolgreich ist, hat auch Potenzial für USA. Und wenn dort die erste EP nicht gleich funktioniert, dann mache ich eben so lange weiter, bis es funktioniert (lacht).

Der Juli wird ja für Sie noch wegen einem zweiten Thema spannend. Sie spielen auf dem großen Tomorrowland-Festival in Belgien.

Max Seethaler: Genau. Ich wurde bereits im vergangenen Jahr angesprochen, aber da war ich musikalisch gesehen noch zu klein. Heuer bekomme ich aber die Chance. Ich werde in den wahrscheinlich 90 Minuten Vollgas geben. Tomorrowland ist schon irgendwie ein Traum für mich.

Welche Auftritte sind heuer sonst noch geplant?

Max Seethaler: Ich mache bestimmt noch eine US-Tour und im Oktober vielleicht auch eine Asien-Tour. Außerdem bin ich wieder viel in Frankreich unterwegs und im Sommer wahrscheinlich auf ein paar Festivals.

Und, nicht zu vergessen, am 21. Mai sind Sie im Erdinger Penthaus.

Max Seethaler: Richtig, die Veranstaltung nennt sich ,Saint WKND & Friends’. Das werde ich nun in mehreren Städten machen, dass ich bekannte DJs sozusagen einlade. In Erding ist die Premiere. Es gibt auch neue Stücke und unveröffentlichte Remixes zu hören.

Reizt es überhaupt noch, in Erding aufzulegen, wenn man sonst in der ganzen Welt unterwegs ist?

Max Seethaler: Natürlich, das ist für mich eines der Highlights! Das ist schließlich meine Heimat. Ich feier hier ja wirklich praktisch unter Freunden. Ich freue mich schon sehr darauf.

Interview: Markus Ostermaier

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