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Die Corona-Krise bringt in der Gemeinde Buch die Abläufe durcheinander - zum Beispiel beim neuen Brunnen (Symbolbild)

Corona: Bürgeranträge vorerst auf Eis

Wie geht’s weiter mit dem Bucher Brunnen?

Die Corona-Krise bringt in der Gemeinde Buch die Abläufe durcheinander - zum Beispiel beim neuen Brunnen. 

Buch am Buchrain – Manche aktuelle Themen haben sich in der Gemeinde Buch aufgrund der Corona-Krise bereits etwas verzögert, wie Rathauschef Ferdinand Geisberger auf Nachfrage der Heimatzeitung berichtet. Ein Beispiel ist der Gemeindehaushalt. So spät wie lange nicht mehr werden die diesjährigen Finanzplanungen erst in der nächsten Sitzung am 26. Mai öffentlich besprochen.

Die Ziele der Kommune werden mit Spannung erwartet. Der CSU-Bürgermeister hatte bereits in der konstituierenden Sitzung von einer „Reduzierung von Ausgaben“ und einem „sparsamen Umgang mit den Finanzen“ gesprochen.

Infoveranstaltung konnte nicht mehr stattfinden

Ein anderes aktuelles Thema, das vor der Kommunalwahl noch hohe Wellen geschlagen hat, ist der Dauerbrenner Trinkwasserversorgung. Auch hier hat die Corona-Krise das ursprünglich geplante Vorgehen zerschlagen. Bekanntlich hatten 228 Personen die Forderungen von vier Bürgeranträgen unterzeichnet, die von drei Gemeinderatskandidaten der Liste Parteifreie Bürger/SPD initiiert worden waren. Für die Behandlung dieser Themen hat der Gemeinderat drei Monate Zeit.

Eigentlich wollte das alte Gremium die Infoveranstaltung zur Trinkwasserveranstaltung abwarten und auf Basis dieser Informationen in der Folgewoche über die Bürgeranträge entscheiden (wir berichteten). Beide Termine wurden Ende März aufgrund der aktuellen Lage abgesagt. Wie es nun weitergeht, kann Geisberger noch nicht sagen. „Einen Beschluss zum Thema, der noch steht, hätten wir ja noch“, sagt er und meint damit die mehrheitliche Dezember-Entscheidung zum Bau eines neuen Brunnens im Gemeindegebiet. „Unser Wahlergebnis hat außerdem ausgesagt, dass die Mehrheit der Bürger die eigene Trinkwasserversorgung nicht aufgeben will.“

Bürgeranträge liegen vorerst auf Eis - Friste endet bald

Der Informationsabend soll auf jeden Fall nachgeholt werden, aber sei in den nächsten Monaten schlicht nicht möglich. Dieses Vorgehen sei auch mit dem Wasserwirtschaftsamt, das am Termin teilnehmen wollte, besprochen.

Wann die Bürgeranträge wieder im Gemeinderat behandelt werden, weiß Geisberger noch nicht. Streng genommen endet die Fristregelung der Behandlungspflicht innerhalb von drei Monaten Anfang Juni. Ob diese Frist aufgrund der Corona-Krise großzügiger gestaltet wird, ist Elke Kast, einer der drei Vertretungsberechtigten der Unterschriftenaktion, nicht bekannt. Die erste Listennachrückerin der Parteifreie Bürger/SPD-Gemeinderäte würde es aber sehr begrüßen, wenn Punkt 1 der Bürgeranträge („Anfrage Wasserzweckverband Forst Nord“) umgesetzt werden würde, da Buch bisher noch keine richtige offizielle Anfrage getätigt habe.

Markus Ostermaier

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