Bürgermeister-Strobl-Strasse 

Berglern: Sieben Sozialwohnungen geplant

Berglern - Die Gemeinde Berglern steigt in den sozialen Wohnungsbau ein. Dafür nutzt sie ein Förderprogramm des Freistaats, das noch bis 2019 läuft.

Architekt Arvid Anger hat in der letzten Sitzung des Gemeinderats vor Weihnachten sein Konzept erläutert. Der Beschluss, den Bürgermeister mit den weiteren Schritten, allen voran der Vorbereitung eines Förderantrags, zu beauftragen, fiel einstimmig.

Anger hat das dreieckige Grundstück an der Bürgermeister-Strobl-Straße überplant und dort einen schlichten Baukörper integriert. Er hat die wesentlichen Bedingungen des Förderprogramms erfüllt. So ist auch ein Schacht für einen Aufzug vorgesehen, denn die barrierefreie Erschließung der Wohnungen gehört genau so dazu wie die Möglichkeit, unterschiedliche Wohnungsgrößen zu realisieren. Das Gebäude orientiert sich laut Anger an der Umgebungsbebauung, was bedeute, dass zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss möglich seien. Darin hat er sieben Wohnungen auf einer Gesamt-Wohnfläche von 489 Quadratmetern unterbringen können.

Und es könnte noch etwas mehr werden. Mehrere Gemeinderäte waren der Meinung, dass das Dach durchaus steiler und damit besser nutzbar sein dürfe. Anger meinte zwar, dass das mit der Umgebungsbebauung schwierig werde, aber den Räten fielen etliche benachbarte Häuser mit steilerem Dach ein. Anger versprach, sich das noch einmal anzuschauen.

Das Gleiche gilt für die Frage, ob nicht doch mehr Balkone möglich sind. Hier musste der Planer deutlicher auf die Bremse treten, denn diese verursachten höhere Kosten. Sein Vorentwurf stellte das Gremium aber in den Grundzügen zufrieden.

Auch einen Zeitplan gibt es schon: Wenn Bürgermeister Simon Oberhofer es schafft, noch im Januar alle Antragsunterlagen für die Förderung zusammenzubekommen, dann kann im März ein Plan beauftragt und im Sommer der Bauantrag gestellt werden. Dann könnte im Winter der Bau beginnen. Dazu muss auch das Gelände freigemacht werden. Dieser Ablauf, so Oberhofer, sei zwingend vorgeschrieben, weil sonst die Gemeinde die Zuschüsse verlieren könnte.

Und diese sind durchaus attraktiv, so Anger: 30 Prozent der Kosten von schätzungsweise einer Million Euro werden als Zuschuss gewährt, weitere 60 Prozent als zinsverbilligtes Darlehen mit einer Bindung von 20 Jahren. Den Rest muss die Gemeinde selbst beisteuern, wobei das Grundstück angerechnet wird. Und das gehört der Kommune bereits.

Läuft alles nach Plan, können die Mietwohnungen Ende 2018 bezogen werden. Ihre Sozialbindung läuft genauso lang wie das zinsverbilligte Darlehen. (Klaus Kuhn)

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