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Bürgerversammlung in Pretzen 

Bundeswehr: Im Herbst 2021 ist sie weg

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Pretzen – Der Fliegerhorst wird im vierten Quartal 2021 geschlossen. Dies kündigte OB Max Gotz in der Bürgerversammlung in Pretzen an. Die Konversion habe bereits begonnen. Anfang kommenden Jahres wird laut Gotz der Stab der Erdinger Luftwaffe nach Manching umziehen.

Derzeit ermittelt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Abbruchkosten vorhandener baulicher Anlagen in der Kaserne. Dazu gehört nach Angaben des OB auch eine Schadstoffermittlung in den Gebäuden. „Das Ergebnis werden wir bis Juni 2018 bekommen.“ Auch eine historische Altlastenerkundung findet gegenwärtig statt.

Weiter signalisierte Gotz, dass der Bund einen Teil des Geländes nach der Schließung selbst nutzen könnte – und zwar durch die Bundesforsten. Die Stadt will ab dem kommenden Jahr mit dem Aufbau eines Gebäudeverwendungskonzepts beginnen.

Mit einer Neuerung konnte Gotz in Bezug auf das Baugebiet südlicher Thermengarten an der Sigwolfstraße aufwarten. Die Baugenossenschaft werde sich aus wirtschaftlichen Gründen nun doch nicht engagieren, dafür springe neben der Wohnungsbaugesellschaft des Kreises die Oberbayerische Heimstätte ein.

Für das Areal liegt eine Kampfmittelfreigabe vor, auch die archäologischen Arbeiten sind seit wenigen Wochen abgeschlossen. Der Bebauungsplan ist laut Gotz das erste Mal öffentlich ausgelegt worden, die Änderungswünsche würden nun eingearbeitet.

4,9 Millionen Euro investieren Bund, Land und Stadt in die neue B 388-Anschlussstelle in Altenerding (McDomald’s-Kreuzung), um einen Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Wenn die Archäologen vor Bergham fertig sind, werden Leitungen verlegt. Die Rampe soll ab dem Frühjahr 2019 gebaut werden – und in diesem Zuge auch ein Kreisverkehr zwischen Schnellrestaurant und Bundesstraße.

Zum zweiten Abschnitt der Stadtpark-Sanierung merkte Gotz an, dass die vorbereitenden Maßnahmen für das 4,45-Millionen-Euro-Projekt abgeschlossen seien. Aktuell laufen Baumschutz und -fällungen sowie Vegetationsarbeiten, damit der eigentliche Umbau im Frühjahr 2018 beginnen könne. Vorgesehen sind unter anderem die Neuordnung des Wegenetzes, ein neuer Steg am Altwasser, mehr Möglichkeiten der Uferbegehungen, ein neuer Kinderspielsplatz anstelle des Wildgeheges, die ökologische Aufwertung der Auenbereiche, ein neuer, auch für Senioren geeigneter Bewegungsparcours, Boulebahnen und ein drittes Großschachfeld.

An der Semptsporthalle Altenerding realisiert die Stadt laut Gotz eine Boulderanlage zum Klettern, während gegenüber ein neuer Trainingsplatz für die SpVgg entsteht.

Im Frühjahr beginnen die Erweiterungs- und Umbauarbeiten am Friedhof Itzlinger Straße. Neu sein wird ein Bestattungshain unter Bäumen. Die Urnengräberwand wird erweitert, die Rasenfläche saniert. Kostenpunkt: rund 900 000 Euro.

Landrat Martin Bayerstorfer verteidigte das Defizit des Klinikums, sofern es maßgeblich von Notaufnahme und Kreißsaal-Schließung verursacht sei. „Beides ist unabdingbar. Ich bin froh, dass der Kreißsaal am 20. November wieder öffnet.“ Lob zollte er den Bürgern fürs Mülltrennen. „Deswegen können wir seit 25 Jahren zum dritten Mal die Gebühren senken, diesmal um 6,4 Prozent.“

Ausgezeichnet wurden in der Bürgerversammlung drei verdiente und langjährige Männer der Feuerwehr Altenerding: Hauptlöschmeister Anton Hirsch ist seit 40 Jahren dabei. Er ist ebenso auch im Verein engagiert wie Hubert Maier, der seit 25 Jahren aktiv ist und derzeit Vize-Vorsitzender ist. Genauso lange dabei ist Manfred Schreiber, der mittlerweile Kreisbrandmeister für den Digitalfunk ist. 

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