Bund Naturschutz: Mit eigenem Konzept gegen die Nordumfahrung

Erding - Die Ortsgruppe Erding-Stadt im Bund Naturschutz (BN) spricht sich klar gegen den Bau der Nordumfahrung der Kreisstadt aus. Dies hat deren Sprecher Lutz Bierl bekräftigt. Er schlägt stattdessen ein Verkehrskonzept auf bestehenden Straßen vor.

Bierl stellt den Entlastungseffekt der vom Landkreis gegenwärtig geplanten ED 99 in Frage. „Ob auf der Anton-Bruckner-Straße durch Erding täglich 18 000 Fahrzeuge oder nur 14 000 fahren, ist den Betroffenen herzlich gleichgültig. Beides bedeutet unerträglichen Lärm und extreme Abgasbelastung“, so Bierl.

Er schlägt alternativ vor, die Anton-Bruckner-Straße als Verkehrsader mitten durch die Stadt für Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen zu sperren. Gleichzeitig sollte der Verkehr auf die - vorhandenen - Umgehungsstraße im Süden und Osten (B 338) sowie im Westen (Flughafentangente) zu lotsen. Sein Credo: „Die bestehenden Umfahrungen reichen aus.“

Als Begründung für seine Idee führt Bierl nicht nur das gesparte Geld und die ausbleibende Flächenversiegelung an. Zudem dürfe man den Fehler nicht wiederholen, eine Straße zu nah an bebautem Gebiet zu realisieren - wie etwa bei der Ostumgehung. Genau das wäre aber mit einer ED 99 zwischen Altham und Langengeisling hindurch der Fall.

Bierl bekennt sich dazu, ein „notorischer Neinsager“ zu sein - „nämlich immer dann, wenn es um Gestank, Umweltzerstörung und Bodenversiegelung geht“.

(ham)

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