Campingplatz Lain: Diskussion um Dauerwohnungen

Taufkirchen - Die Campingplatz-Anlage in Lain soll um weitere Holzblockhäuser erweitert werden. Ein Brennpunkt sind jedoch die Dauerwohnungen, und auch bei der Kläranlage gibt es Probleme.

Bürgermeister Franz Hofstetter und der Gemeinderat Taufkirchen möchten den Flächennutzungsplan ändern und das betreffende Areal als Sondergebiet für Erholung ausweisen. Zudem soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Sachbearbeiter Herbert Mayerthaler verlas im Bauausschuss die Stellungsnahmen der Träger der öffentlichen Belange, das Gremium wägte die Einwände ab und billigte sie.

Problem ist, dass viele Eigentümer ihre Wochenend-Ferienhäuser als Dauerwohnsitz nutzen. Die Bauaufsicht liegt beim Landratsamt Erding, erklärte Mayerthaler. Dies hatte Bedenken geäußert, dass es zu Rechtsstreitigkeiten führen könne, wenn gegen die nicht baurechtlich genehmigte Dauerwohnnutzung der bestehenden Blockhäuser vorgegangen werde. Die Gemeinde will der Erweiterung aber nur zustimmen, wenn keine weiteren künftigen Dauerwohnungen entstehen. Deshalb soll ein städtebaulicher Vertrag mit dem Grundstückseigentümer und eine grundbuchrechtliche Absicherung abgeschlossen werden, die dies ausdrücklich verhindern, so der Beschluss des Ausschusses. Damit könne gegen die neue Dauerwohnnutzung eingeschritten werden.

Das Wasserwirtschaftsamt forderte eine ordnungsgemäße Abwasserentsorgung und mahnte eine neue Kläranlage an, da die vorhandene Abwasserteichanlage die erforderliche Reinigungsleistung nicht erbringe. Auch die Nachbargemeinde Buchbach kritisierte die nicht funktionierende Kläranlage mit undichten Becken und das über die Straße laufende Überwasser. Der Bach, der durch das Gebiet laufe, weise bereits deutliche Belastungen auf. Die erforderlichen Maßnahmen zur Erweiterung und Ertüchtigung der Kläranlage würden derzeit vom Grundstückseigentümer umgesetzt und seien ausreichend, meinte das Gremium. Wenn das Landratsamt die Dauer- und Ferienwohnungen so akzeptiere, sei es da auch in der Verantwortung, betonte Mayerthaler.

Anlieger Thomas Rable aus Thal monierte, dass die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Lain und Adlstraß an der ED 26 überwiegend vom Durchgangsverkehr, von Besuchern und Bewohnern des Freizeitzentrums in Lain genutzt werde. Dies führe für die Bewohner von Thal zu erheblicher Staubbelastung. Die Stadt Dorfen, die für diesen Bereich zuständig sei, wolle die Straße nicht ausbauen, die Anwohner müssten die Kosten selber tragen. Deshalb bat er um eine Lösung des Problems. Die Kommune erschließe die Campinganlage über die gemeindliche Stichstraße, die von der LA 16 Markt Velden nach Felizenzell abzweigt. Die Nutzung der Kiesstraße sei nicht Gegenstand des Verfahrens, auch sei nicht mit einer erheblichen Verkehrszunahme zu rechnen, lautete die Meinung der Gemeinderäte.

Birgit Lang

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