Ihre erste gemeinsame CD stellen DeSchoWieda heute in der Schiaßn vor (v. l.): Tobias Loechle, Max Kronseder und Johannes Loechle. Foto: Steiler

CD-Vorstellung in der Schiassn: Vollblutmusiker machen Mundartfolk

Erding - „Heid moi ned an moing denga“ heißt es am Freitag in der Schiaßn, wenn „DeSchoWieda“ ihre erste und gleichnamige CD vorstellen. Wir haben die drei Vollblutmusiker aus dem Landkreis vorab getroffen.

Rund 20 Quadratmeter genügen für „DeSchoWieda“, um verschiedene Musikrichtungen der Welt auf einen Nenner zu bringen. Denn etwa so groß ist der Kellerraum, in dem man sie an diesem Mittwochabend bei der Probe antrifft. Ein kleines bisschen Anspannung ist ihnen anzumerken, wenn ein Ton mal nicht perfekt sitzt. Denn am Freitagabend soll alles passen. Dann stellt das Trio in der Schiaßn in Erding seine erste CD vor - „Heid moi ned an moing denga“ ist Volksmusik gepaart mit einer Mischung aus Weltmusik, Pop und einem Hauch Salonmusik. Es ist nicht das erste Mal, dass Tobias Reinhard Loechle, Max Josef Kronseder und Johannes Benedikt Loechle - „wir legen Wert auf unsere zweiten Namen“ - gemeinsam zu den Instrumenten greifen. In der Erdinger Musikszene sind die drei keine Unbekannten: ob wie Tobias und Johannes beispielsweise in Orchestern oder wie Max, der unter anderem mit seinem Bruder Sebastian als El Corazón musiziert - man kennt sie. Und umso passender scheint der Bandname. „DeSchoWieda kann man positiv oder negativ meinen“, sagt Max. „Der Ausdruck passt einfach immer und man hört ihn im Alltag gerade in Bayern sehr oft.“ Dabei sei es gar nicht so einfach gewesen, den passenden Namen zu finden. „Ich glaube, wir hatten fast 150 zur Auswahl“, ergänzt Tobias. „Boarisch Talking“ sei einer gewesen, verrät Max lachend. Man merkt den drei Burschen den Spaß an dem, was sie da machen, an. Wahrscheinlich deshalb, weil sie sich über die richtigen Töne kaum Gedanken machen müssen. Sie treffen sie einfach. Alle drei sind Vollblutmusiker, mehrere Instrumente spielen zu können ist selbstverständlich. Und so greift Johannes bei der Probe von der Tuba zur Geige, Max unterbricht sein Gitarrenspiel für ein Mundharmonika-Solo und Tobias singt, als wäre das Spiel auf der Steirischen Harmonika nebenbei ein Kinderspiel. Dabei spielt er die noch nicht sehr lange. „Die Steirische ist immer das Spannende“, verrät er. Aber auch sein Bruder ist an der Tuba noch ein relativer Neuling.

Das Projekt DeSchoWieda gibt es seit etwa einen Jahr. Mit der Idee zu „Wenn i amoi im Himme bin“ konfrontierte Max die beiden anderen, als sie sich vor dem Weggehen trafen. „Da dachten wir, spui ma hoid moi, und im Buona Vista haben wir dann eingeschlagen.“ Die drei hatten immer schon mal gemeinsam musiziert - beispielsweise in der Kreismusikschule, deren Leiter der Vater von Tobias und Johannes bekanntermaßen viele Jahre lang war. Volksmusik spielte immer schon ein Rolle. „Die erfährt jetzt gerade eine Renaissance“, sagt Max. „Sozusagen die neue bairische Welle.“ Auf dieser Welle wollen DeSchoWieda künftig auch weiter surfen. „Das Schönste ist aber einfach das Zusammenspiel“, sagt Tobias. „Es ist ein super Ausgleich zum Alltag.“ Und schnell merkt man: DeSchoWieda sind vor allem authentisch. Ihr Stil ist eine Mischung aus vielen Richtungen. Bairischer Mundartfolk trifft es vielleicht ganz gut. Viele schnelle Stimmungssongs mit herrlich zweideutigen Texten gibt es genauso zu hören wie ruhige stimmungsvolle Lieder - immer positiv mit einer Portion Sehnsucht. „Die Texte schreibt das Leben“, sagt Max. Vom Fensterln geh, über den typisch bayerischen Grantler bis hin zum Ausspruch „MeioMeioMei“. Und oft wird einfach Erlebtes und Anekdoten aus dem Leben ihrer Freunde verarbeitet. „Irgendwann für jeden Spezl ein Lied“, sagt Max grinsend. Mehr sei nicht verraten. Viel verraten die drei auch nicht zu ihrem Programm am Freitag. Neben den Liedern ihrer CD haben sie noch ein paar Überraschungen im Gepäck haben.

Das Konzert

in der Schiaßn beginnt heute Abend um 20 Uhr, Einlass: 19 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro. Dresscode: Gerne in Tracht.

ast

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