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Aktueller Stand

Covid 19: Neun Infizierte  im Landkreis Erding wieder gesund

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis Erding ist zwischen Dienstag und Mittwoch von 143 auf 178 angewachsen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit im Landkreis etwas langsamer als im deutschlandweiten Durchschnitt. 

Landkreis– Mit 178 bestätigten Covid-19-Fällen ist der Anstieg im Kreis Erding  nach einer Pressemitteilung des Landratsamtes leichter als im deutschlandweiten Durchschnitt. Darüber hinaus sind inzwischen neun Personen wieder gesund. Im Klinikum Erding liegen derzeit 25 Covid-19-Patienten. 20 davon werden auf der Isolierstation behandelt, fünf auf der Intensiv-Isolierstation. Alle fünf werden beatmet.

Das Klinikum Erding weist nochmals dringend auf das Besuchsverbot hin. Nach wie vor müssen Mitarbeiter eingesetzt werden, um Besucher an den Eingängen wegzuschicken. „Keiner von uns will seine Liebsten gefährden. Daher mein dringender Appell: Schützen Sie Ihre Angehörigen und sich selbst. Fahren Sie nicht zum Krankenhaus, sondern halten telefonisch Kontakt“, so die eindringliche Bitte von Landrat Martin Bayerstorfer. „Genau dafür haben wir im Klinikum sowohl die Telefone als auch das Internetpaket für alle kostenfrei geschaltet.“ Die einzigen Ausnahmen vom Besuchsverbot gelten für werdende Väter sowie enge Familienangehörige von Patienten, die im Sterben liegen.

Am Klinikum Erding rechnet man mit weiteren Corona-Todesfällen und einer Überbeanspruchung der Intensivstation, auf der gleichzeitig maximal 22 Patienten gleichzeitig beatmet werden können. Klinikdirektor Dr. Dirk Last kündigte deshalb die Gründung einer Ethikkommission an. Noch verfügt das Klinikum über Kapazitäten, um Covid19-Infizierte zu behandeln. Da die Schwere der Fälle aber zunimmt, könnten diese binnen weniger Tage zur Neige gehen.

„Wir müssen uns leider auf den Fall einstellen, dass wir mehr schwerst kranke Patienten haben als Beatmungsgeräte. Und dann muss eine Entscheidung gefällt werden, wer bevorzugt behandelt wird. Und wer nicht“, erklärte er, sprich: wen man sterben lassen muss. Diese Abwägung wolle er „keinesfalls Ärzten und Pflegern allein aufbürden“. „Wir hoffen nicht, dass dieser Fall eintritt. Aber weil wir es nicht ausschließen können, wollen wir gerüstet sein.“

Die medizinische Hotline wurde weiter ausgebaut. Ein Mediziner steht unter Tel. (0 81 22) 59-67 73 bereit und lotst auch Verdachtsfälle zur Screening-Stelle. Die Hotline wurde beim Start am Dienstag deutschlandweit angerufen – das Landratsamt weist aber darauf hin, dass sie in erster Linie für Landkreisbürger gedacht ist. Diese werden gebeten, zunächst beim Hausarzt oder der 116 117 anzurufen und sich an die Hotline erst zu wenden, wenn sie bei den vorgenannten Stellen niemanden erreichen. 

 

(0 81 22) 59-67 73 ist zu diesen Zeiten verfügbar: Montag, 13 – 17 Uhr, Dienstag bis Freitag, 8 – 12 Uhr; Samstag und Sonntag, 10 – 13 Uhr.

Neu hinzu gekommene Fälle

Erding (13); Moosinning (6); Bockhorn, Dorfen, Finsing, Forstern, Wartenberg und Wörth (je 2); Eitting, Fraunberg, Hohenpolding und Ottenhofen (je 1).

Alle Nachrichten und Informationen 

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