Was steckt dahinter?

Corona-Pandemie: Flughafen München verschickt Post mit brisantem Inhalt - Bürger verwirrt

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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Einige Bürger waren verwirrt: Sie erhielten in den vergangenen Tagen Post vom Flughafen München. In den Briefen ging es um Corona-Schutz.

München Flughafen - Da staunten einige Bürger in Bayern in den letzten Tagen nicht schlecht: Sie erhielten plötzlich Post vom Flughafen München. Und das ohne zuvor eine Reise gebucht, storniert oder unternommen zu haben - was ja aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie sowieso gerade schwer möglich ist.

Noch überraschender war aber schließlich der Inhalt der Briefe, denn sie enthielten Berechtigungsscheine für FFP2-Masken. Diese wurden in Bayern - wie auch in den anderen 15 Bundesländern - verschickt und berechtigen die Empfänger dazu, sich insgesamt zwölf FFP2-Masken für eine geringe Zuzahlung in einer Apotheke abzuholen.

Flughafen München verschickt FFP2-Berechtigungsscheine - was steckt dahinter?

Die Idee zu den Gutscheinen kam auf, als die Bundesregierung die FFP2-Pflicht für bestimmte öffentliche Bereiche beschloss und sollte vor allem den Personen zu Gute kommen, die entweder einer bestimmten Risikogruppe angehören oder sich aufgrund ihrer finanziellen Lage keine FFP2-Masken leisten können. Warum die Scheine allerdings vom Flughafen München verschickt wurden, kam vielen Bürgern dann doch komisch vor. Sie teilten ihre Bedenken im Internet.

Corona-Pandemie in Bayern: FFP2-Scheine vom Flughafen München - Bürger sind verwirrt

Bereits seit Tagen wurde im Netzt über fälschlich verschickte FFP2-Scheine berichtet. Sogar der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gestand, ebenfalls solche Scheine erhalten zu haben, obwohl er keineswegs zur Risikogruppe gehöre. Schließlich konnte teilweise aufgeklärt werden, warum einige Menschen, die es nicht erwartet hatten, solche Scheine erhielten. Doch was hatte es nun mit dem Flughafen München als Absender auf sich?

FFP2-Pflicht in Bayern: Auslöser vieler Diskussionen - Flughafen München mit Klarstellung

Da sich die Anfragen im Internet dazu häuften, und sich auch teilweise direkt an die Verantwortlichen am Flughafen wandten, konnten diese schließlich die Situation aufklären. In einer Antwort auf Twitter an einen der User hieß es vonseiten des Airports: „Da die entsprechenden Briefe mit den Gutscheinen der Bundesdruckerei beim Postamt München-Flughafen aufgegeben wurden, erscheint unser Absender im Anschriftenfeld. Schönen Abend.“ Der Absender war also nicht der Flughafen München, die Briefe waren lediglich dort aufgegeben worden. Die Gutscheine können nun bedenkenlos (abgesehen vom eigenen Gewissen) in jeder Apotheke eingelöst werden.

Die Pflicht zur FFP2-Maske hatte in Bayern schon mehrfach für Diskussionen gesucht. Mehrmals mussten tausende Mängelexemplare zurückgerufen werden. Andere beklagten, dass die Masken teurer seien, als normale Alltagsmasken und noch dazu häufiger gewechselt werden müssten. Ein Unternehmer aus Germering versuchte dabei Abhilfe zu schaffen, in dem er FFP2-Mehrwegmasken herstellte. Diese können jedoch ausgerechnet in Bayern nicht getragen werden. kah

Rubriklistenbild: © Frank Leonhardt/ dpa/ Picture Alliance

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