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CSU: Zu viel Geld geparkt

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Es brodelt in Lengdorf. 
          Auch ein halbes Jahr nach der Wahl gibt es für Mathias Altmann noch viel Ungeklärtes. 
            Foto: dm
Es brodelt in Lengdorf. Auch ein halbes Jahr nach der Wahl gibt es für Mathias Altmann noch viel Ungeklärtes. Foto: dm

Lengdorf - Viele Themen rund um die Finanzen der Gemeinde wurden am Bürgerstammtisch der CSU Lengdorf am Mittwochabend diskutiert. Besonders der großzügige Ausbau der Park&Ride-Anlage in Thann-Matzbach war den Anwesenden ein Dorn im Auge.

Zuerst habe man überlegt, ob nur ein Drittel des Geländes ausgebaut werden solle, erklärte Gemeinderat Josef Irl (CSU) den Anwesenden. Der ehemalige Rathaus-Chef Siegfried Rübensaal (FW) habe dies aber abgelehnt: Ein Teilausbau sei nicht möglich, da ein Antrag auf Förderung der Maßnahme nicht bewilligt worden wäre. Gerade im Rahmen des geplanten zweigleisigen Ausbaus und der Anbindung der Strecke zwischen München-Mühldorf an den Flughafen, haben man mit Zuschüssen von 85 Prozent planen können. „Aber wenn man sich die restlichen 15 Prozent nicht leisten kann, dann muss man eben trotz Förderung auf eine solche Maßnahme verzichten“, kritisierte Norbert Kaiser scharf. „Zumal nicht sicher ist, dass Thann-Matzbach überhaupt vom Ausbau profitieren wird“, schloss sich Mathias Altmann seinem Vorredner an.

Zudem stellte sich immer noch die Frage nach dem Kauf des Bahnhofsgebäudes. „Dagegen haben wir uns immer gewehrt“, stellte Irl klar. „Wenn die Bahn Interesse an einer Haltestelle hat, dann muss sie auch für den Ein- und Ausstieg sorgen.“ Auch die Sorge mancher Bürger, dass die Bahn das Gebäude an einen privaten Interessenten verkaufen könne, hielt der CSU-Rat für unbegründet. „Selbst wenn es privat verkauft wird, muss die Bahn für einen Zugang zur Schiene sorgen“, sagte er. Ihm fallekeine sinnvolle Nutzung für das sanierungsbedürftige Gebäude ein. „Eine Renovierung wäre ein riesiger Aufwand, da würde sich das Abreißen eher lohnen.“ Anders als die CSU hätten die Freien Wähler die Bestrebungen von Ex-Bürgermeister Rübensaal immer im Gemeinderat unterstützt.

„Eigentlich hat der Bürgermeister viel zum Schaden der Gemeinde gearbeitet“, stellte Hermann Reitmaier am Ende der Diskussion über Gemeindeschulden und versäumte Neukalkulationen des Wasserpreises fest. „Kann man ihn nicht im Nachhinein belangen?“, fragte er in die Runde. Darin sah Gemeinderat Alois Jaworeck aber wenig Sinn: „Das wäre schade um das Geld für den Anwalt.“ (dm)

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