„Es geht um unsere Kinder“, rief Martin Haindl (l.) angesichts von Verkehrsströmen vor Schule und Kindergarten. Die Zuhörer applaudierten. foto: aichele

„Das macht unsere Ortsdurchfahrt lebensgefährlich“

Erding - Rund 100 Bockhorner haben ihrem Unmut über die Nordumfahrung Luft gemacht - und zwar dort, wo die Kritik ihrer Meinung nach hingehört: mit einer Demo vor dem Landratsamt.

Der Protest muss für Landrat Martin Bayerstorfer im Büro bestens zu hören gewesen sein. Martin Haindl sprach über Lautsprecher zu seinen Mitstreitern. Auch die Kreisräte im Verkehrsausschuss wurden so angesprochen, sie gingen an den Demonstranten vorbei zur Sitzung.

„Dieses Verkehrsaufkommen macht unsere Ortsdurchfahrt lebensgefährlich“, erklärte Haindl mit Blick auf die erwartete Belastung - und aktuelle Erfahrungen. Vergangene Woche habe die Gemeinde den „Ernstfall auf Probe“ erlebt, eine Umleitung durch den Ort wegen der gesperrten B 388. „Da kannst nur noch mit Ohrenstöpseln schlafen“, rief eine Zuhörerin.

„Wir wollen nicht blockieren“, so Haindl. Die von der Bürgerinitiative vorgeschlagene Trasse durchs Fliegerhorstgelände erspare den Bau von 4,5 Kilometern Straße. Mit dem eingesparten Geld könne Lärmschutz für Langengeisling gebaut werden, das durch diese Trasse stärker belastet wäre. Im Gegensatz zu Bockhorn: „Zwischen Kirche und Schule einen Lärmschutzwall aufzuschütten, dürfte schwierig werden.“

Diese erste Demonstration der Bockhorner zeige, „dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist“, erklärte Bürgermeister Hans Schreiner. Am Ende wurde es musikalisch: „Bockhorn geht in Autos unter“, sang ein Kinderchor zur Melodie von „Eisgekühlter Bommerlunder“. ta

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