Für beste Stimmung beim Isener Starkbierfest sorgte das Faschingskomitee mit (v. r.) Kurbe Niedermeier, Günter Paukner, Rupert Fruth, Martin Mittermaier, Rul Kellner, Isabella Czech und Susanne Fehmer sowie „d’Wuidara“. Foto: Zimmerer

Starkbierfest in Isen

Deftige Sprüche, lustige Enthüllungen

Isen - Volles Haus, würziges Taufkirchner Bier und deftige Sprüche – das Starkbierfest der Isener Fußballer in der herrlich dekorierten Alten Turnhalle erfüllte die Erwartungen und sorgte für beste Stimmung.

Für die Stimmung war das Isener Faschingskomitee zuständig, dessen Chef Rul Kellner alias Bruder Isenator in seiner Fastenpredigt niemanden verschonte und zielsichere Treffer landete. Zunächst beteiligte er sich an den Spekulationen um den künftigen zweiten Bürgermeister. Dieser dürfe auf keinen Fall ein ehemaliger NBL-er sein, womit der Anführer der Mittbach-Liste Hans Angermaier schon ausscheide. Auch in Michael Feuerer von der CSU sah der Levitenleser keinen Anwärter, denn „eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, ois dass da Feierer ‚Griaß God‘ sogt“. Er plädiere deshalb für Anton Rutzmoser, den man von Platz 18 in den Gemeinderat gewählt habe. Die FW-Räte Maria Grasser („Griaß-God-Mare“) und Andreas Kielbassa, der als Volksfestreferent ein altes Kettenkarussell ohne TÜV als Attraktion verkaufe, bekamen vom Fastenprediger ebenfalls ihr Fett weg.

Beim Blick auf das Bürgermeister-Wahlplakat glaubte Isenator Fischers Führerschein-Foto zu erkennen, „oder er hat denselben Fotograph wie die Ulrike Scharf“. Als Visionär habe sich der Bürgermeister erwiesen, als er seinen Hühnerstall in Daiglspoint auflöste, kurz bevor der Wolf bei ihm ums Haus schlich.

Weitere Enthüllungen betrafen den unermüdlichen Wallfahrt-Vorbeter Josef Stangl, dessen Fitness auf seine Zumba-Begeisterung zurückzuführen sei und Pfarrer Josef Kriechbaumer. Wann immer er nicht im Urlaub sei, kämpfe er gegen die A 94, als könne sie noch aufgehalten werden. „Wäre der Pfarrer nicht so oft im Urlaub, würde die Autobahn längst auf er Haager Trasse gebaut!“, so Kellner. Ein Rätsel sei ihm, wie der Radlweg von Isen nach Lengdorf die A 94 queren solle. „Die Isener SPD würde das Problem wahrscheinlich mit einem Kreisverkehr aus der Welt schaffen.“

Einen Volltreffer gleich zu Beginn der Veranstaltung landete Kurbe Niedermeier mit seiner Parodie auf Müll-Umlade-Station-Mitarbeiter Hartl Rumpfinger. Bei seiner im Publikum durchgeführten Deponie-Lotterie gab es als Hauptpreis drei Bündel der „mittlerweile rationierten“ Gelben Säcke. Dazu durfte der ganze Saal, animiert von Kellner und Susanne Fehmer, zur Melodie „The Lion sleeps tonight“ mehrstimmig „de gelben Säck“ und „Isner Mülldeponie“ mitsingen.

Im Sketsch „Gemütlicher Fernsehabend“ zeigte das Geschwisterpaar Isabella Czech und Martin Mittermaier einmal mehr großes schauspielerisches Potential und Schreibtalent. Ihre Paraderolle als zankendes Ehepaar hatte im Publikum hohen Wiedererkennungseffekt und demzufolge viele Lacher.

Zum Abschluss konnte bei Isens heimlicher Hymne, den „Isenwellen“, noch kräftig mitgeschunkelt werden. Für zünftige musikalische Unterhaltung beim Starkbierfest sorgten „d’Wuidara“.

Albert Zimmerer

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