Digitalfunk: ÖDP hadert mit Mast auf Polizeigebäude

Erding - In Erding bahnt sich Streit um den Digitalfunk für Polizei und Rettungsdienste an.

Bis 2014 soll der Digitalfunk für Polizei und Rettungsdienste auch im Landkreis Erding eingeführt sein. Für die Übertragung der neuen Technologie sind für die Region fünf Antennen-Standorte vorgesehen. Eine davon soll auf dem Dach der Polizei an der Bajuwarenstraße installiert werden. Mit dieser Platzierung hadert die ÖDP. Namens der Stadtratsfraktion hat Roswitha Bendl zwei Anträge formuliert, mit der sich der Verwaltungs- und Finanzausschuss bereits in seiner Sitzung am morgigen Dienstag befassen soll.

So fordert die ÖDP eine öffentliche Informationsveranstaltung zu dem Standort. Dabei beruft sich Bendl auf eine Äußerung aus dem Innenministerium im Landtag, derzufolge dazu geraten wird, einen solchen Termin in jeder Kommune anzusetzen, in der ein Digitalfunk-Sendemast vorgesehen ist. Bendl erinnert daran, dass der Vertreter des Innenministeriums bei der Behandlung von Petitionen ausdrücklich darauf hingewiesen habe, die Standorte in „in enger Absprache“ mit den Kommunen, aber auch den Bürgern festzulegen.

In einem zweiten Antrag verlangt die ÖDP, die Stadt, vertreten durch Bürgermeister Max Gotz, solle sich mit einem Schreiben an den Landtag wenden und die demnächst zu verhandelnde Petition bezüglich der Sendeanlage auf der Erdinger Polizei unterstützen. Damit bezieht sich Bendl auf die Petition ihres Neumitglieds Karl Heinz Jobst vom 16. Dezember, in der dieser sich massiv gegen den Standort sowie den Probebetrieb ausspricht. Der Ingenieur verweist auf das Krankenhaus, mehrere Wohngebiete und Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft. Diese Personen dürften keiner vermeidbaren Strahlenbelastung ausgesetzt werden. Dieser Auffassung schließt sich die Fraktion an und fordert die Suche nach einem Alternativ-Standort. Zugleich sei sicherzustellen, dass den Mast nicht noch andere Anbieter mitnutzen.

(Hans Moritz)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Deutsche Eishockey-Nationalspielerin mit nur 30 Jahren gestorben - Gymnasium in Trauer
Sophie Kratzer ist tot. Die ehemalige Eishockey-Nationalspielerin und Olympiateilnehmerin erlag einem Krebsleiden. Sie wurde nur 30 Jahre alt.
Deutsche Eishockey-Nationalspielerin mit nur 30 Jahren gestorben - Gymnasium in Trauer
Viel mehr als nur eine Eishockeyspielerin: Zum Tod von Nationalspielerin Sophie Kratzer
Die ehemalige Eishockey-Nationalspielerin Sophie Kratzer erliegt mit 30 Jahren einem Krebsleiden. Ein bewegender Nachruf aus ihrer Heimat Dorfen.
Viel mehr als nur eine Eishockeyspielerin: Zum Tod von Nationalspielerin Sophie Kratzer
Hörlkofener Spielplatz wird umgestaltet: Angebote an alle Altersgruppen
Der Hörlkofener Spielplatz ist in die Jahre gekommen. Jetzt soll er passgerecht umgestaltet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Gemeinde auf bürgerschaftliche …
Hörlkofener Spielplatz wird umgestaltet: Angebote an alle Altersgruppen
Isentaler Marionettenspiel feiert Premiere
Carmen Däumer und Helana Ruhland haben eine gemeinsame Leidenschaft entdeckt und das Isentaler Marionettenspiel gegründet. „Schlaf gut – eine lausige Geschichte“ lautet …
Isentaler Marionettenspiel feiert Premiere

Kommentare